Ansgar Hantke

allgemeinmedizinisch-psychotherapeutische Praxis

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag 08:00 - 12:00 Uhr
Dienstag    16:00 - 18:00 Uhr

Mittwoch Telefonsprechstunde

13:00 - 13:30 Uhr

Patienten OHNE Termin kommen bitte zwischen 11:30 und 12:00 Uhr (montags bis donnerstags) oder Dienstagabend zwischen 17:00 und 18:00 Uhr in die Akutsprechstunde 

Strukturreform der psychotherapeutischen Versorgung:

Aufgrund von Reformen der Psychotherapie Richtlinien ergeben sich seit dem 1. April 2018 Veränderungen des Therapieangebotes sowie neue Behandlungsoptionen:

Veränderungen des Therapieangebotes:

1.)Probatorischen Sitzungen:

Die probatorischen Sitzungen vor einer Kurz-oder Langzeittherapie werden von 5 auf 4 Sitzungen von jeweils 50 Minuten Dauer begrenzt. Eine Kurz-oder Langzeittherapie kann frühestens nach der 2. probatorischen Sitzung beantragt werden. Verbliebene probatorischen Sitzungen können auch nach Antragstellung durchgeführt werden.

2.)Kurzzeittherapie:

die psychotherapeutische Kurzzeittherapie (KZT) besteht jetzt nicht mehr aus

25 Sitzungen zu jeweils 50 Minuten Dauer, sondern aus zwei Kontingenten mit je 12 Sitzungen zu jeweils 50 Minuten Dauer (unterteilt in Kurzzeittherapie 1 (KZT1) und Kurzzeittherapie 2 (KZT2)).

Ab der 7. Sitzung der Kurzzeittherapie 1 kann die Kurzzeittherapie 2 zur Fortführung beantragt werden, falls Psychotherapeut und Patient sich über eine Verlängerung einig sind. Falls die Kurzzeittherapie 1 als ausreichend für die Behandlung angesehen wird, läuft die Therapie nach der 12. Sitzung aus.

2.)Langzeittherapie:

die psychotherapeutische Langzeittherapie (LZT) besteht nicht mehr aus 50, sondern aus 60 Sitzungen zu jeweils 50 Minuten Dauer.

Neue Behandlungsoptionen seit April 2018:

1.)Psychotherapeutische Sprechstunde:

Dieses „niederschwellige“ Angebot eines Zugangs des Patienten zur Psychotherapie gilt der Klärung, ob bei dem Patienten der Verdacht einer krankheitswertigen psychischen Störung vorliegt und der Frage einer dafür notwendigen Behandlung.

Ein erwachsener Patient hat pro Krankheitsfall (entspricht vier aufeinanderfolgenden Quartale) bei demselben Psychotherapeuten Anspruch auf 6 psychotherapeutische Sprechstunden von

je 25 Minuten Dauer.

Seit dem 1. April 2018 gilt diese psychotherapeutische Sprechstunde (und zwar mindestens

2x25 = 50 Minuten in den letzten 4 Quartalen) als Voraussetzung für den Beginn einer Psychotherapie bzw. probatorischen Sitzungen oder eine Akutbehandlung.

2.)Akutbehandlung:

Die Akutbehandlung dient der kurzfristigen Symptomverbesserung bei akuten Krisen und der Vorbereitung auf eine anschließende Psychotherapie oder andere ambulante, teilstationäre oder stationäre Maßnahmen.

Ein erwachsener Patient hat pro Krankheitsfall (entspricht vier aufeinanderfolgenden Quartale) bei demselben Psychotherapeuten Anspruch auf 24 Behandlungen von je 25 Minuten Dauer. Voraussetzung sind mindestens 50 Minuten psychotherapeutische Sprechstunde. Die Akutbehandlung wird auf das Therapiekontingent angerechnet.

3.)Rezidivprophylaxe:

Sitzungen des bewilligten Langzeittherapiekontingents können bei Bedarf innerhalb von 2 Jahren nach Therapieende zu Rezidivprophylaxe genutzt werden. Dabei stehen ab 40 durchgeführte Sitzungen dem Patienten 8 Sitzungen zu Rezidivprophylaxe zur Verfügung.

Falls Sie Fragen haben sprechen Sie mich an!

 

 

Ein weiteres Therapieverfahren, das ich anbiete, das aber leider nicht bisher von den gesetzlichen Krankenkassen getragen wird, ist die Gesprächspsychotherapie.

Diese Therapieform gehört zu den humanistischen Ansätzen und wird auch als „klientenzentriert“ bezeichnet. Im Zentrum steht hierbei nicht nur die Symptomatik oder die Entwicklungsgeschichte des Patienten, sondern der Mensch als Ganzes in seiner Lebensumwelt. Es liegt ein Menschenbild zugrunde, nachdem jeder Mensch nach Selbstverwirklichung strebt und somit die Motivation und den Antrieb, an seinen Problemen zu arbeiten bereits in sich trägt (Wichtig!). Grundlage der Gesprächspsychotherapie sind drei Variablen, die das Verhalten des Therapeuten beschreiben: Eine empathische Haltung gegenüber dem Klienten, Echtheit des Psychotherapeuten sowie eine wertungsfreie Akzeptanz des Patienten und seiner Probleme. Mit Hilfe einer klientenzentrierten Gesprächsführung, in welcher der gefühlsmäßigen Bedeutung besondere Beachtung geschenkt wird, soll der Patient sich selbst verstehen und annehmen lernen.

Das eine Therapieverfahren, dass ich anbiete und zu den Therapieverfahren zählt, deren Kosten die gesetzlichen Krankenkassen tragen ist die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

Im Rahmen von psychodynamischen Verfahren wie der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie sowie der Psychoanalyse/analytischen Psychotherapie findet eine Auseinandersetzung mit unbewussten, in der Lebensgeschichte – meist in der Kindheit – grundgelegten Motivationen und Konflikten statt. Das Ziel ist hierbei, ein tieferes Verständnis des eigenen Selbst zu erreichen sowie Hintergründe und Ursachen von bestehendem Leid zu klären, damit dieses aufgelöst oder abgeschwächt werden kann. Hier gilt es "Entwicklungsschritte", die nicht stattgefunden haben, nachzuholen. Diese werden in der psychotherapeutischen Situation erarbeitet und erlebt, was zum Erkenntnisgewinn führt.

Voraussetzungen für eine Antragstellung einer Psychotherapie:

1) Anliegen: Hierunter verstehe ich, welchen Grund Sie haben, in eine psychotherapeutische Behandlung zu gehen.

Beispiele:

  • "ich möchte keine Panikattacken mehr bekommen" oder
  • "ich möchte nicht mehr unter meinen Stimmungsschwankungen leiden" oder
  • "ich möchte nicht mehr so besorgt sein, wenn ich an meine Kinder denke" oder
  • "ich will meine nicht körperlich bedingten Bauch-/Brust-/Kopf-oder Rückenschmerzen loswerden etc.

Wie Sie sehen, unterscheidet sich das Anliegen grundlegend von einer Diagnose. Letztere muss ich als Psychotherapeut mit Ihnen erarbeiten.

Kein Anliegen ist z.B:

  • "mein Partner hat mich geschickt, weil ich depressiv sein soll" oder
  • "mein Chef hat gemeint, eine Psychotherapie täte mir mal ganz gut" oder
  • "ich möchte, dass mein Partner/Chef mich wertschätzt". Dies letzte kann und will natürlich keine Psychotherapie leisten, da hier der Wunsch, den anderen zu verändern im Vordergrund steht. Meist steckt aber ein anderes ernsthaftes Bedürfnis hinter diesem Wunsch, dass erforscht und benannt werden muss. Häufig findet sich dann auch ein auf Ihre Person bezogenes Anliegen.

2) Auftrag: Hierunter verstehe ich die Übergabe (der Verantwortung) Ihres ernstgemeinten Wunsches/Anliegen in meine Hände. Der Auftrag ist also nicht das Anliegen. So können Sie z.B. das Anliegen haben, dass Sie sich nicht mehr so niedergeschlagen fühlen, gleichzeitig aber klarstellen, dass Sie keine Veränderung in Ihrem Leben möchten. Der Auftrag wäre hier definitiv nicht gegeben! Oder: das Anliegen, keine Panik mehr vor dem Chef zu haben, aber ablehnen, über Ihre Beziehungen (Eltern, Partner, Kinder usw.) zu reden.

Sollten Anliegen, Auftrag und Diagnose in den Arbeitsbereich der Psychotherapie fallen, spreche ich von Indikation.

3) "Technische Voraussetzungen": Hierunter verstehe ich die Formalien, die notwendig sind.

  • als Erwachsenenpsychotherapeut kann und darf ich nur Menschen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr behandeln.
  • Frage, ob Sie schon mal in Psychotherapie waren (ambulant/stationär). Das ist insofern wichtig, weil ein Mindestabstand zu einer vorherigen Therapie von zwei Jahren gilt. Bei gesonderter Begründung ist aber auch diese "Hürde" zu nehmen.
  • Voraussetzung für einen Beginn einer ambulanten Psychotherapie sind nicht nur 2 Probatorische Sitzungen (s. nächster Punkt), sondern seit 01. April 2018 zusätzlich vor den Probatorischen Sitzungen noch mindestens 50 min "Psychotherapeutische Sprechstunde". Diese muss seit o.g. Zeitpunkt jeder Psychotherapeut Ihnen anbieten, ob er anschließend die Behandlung mit Ihnen beginnt oder nicht.
  • "Probatorische Sitzungen": Die ersten bis zu 4 Sitzungen/Termine dienen der Klärung von Anliegen, Auftrag und Diagnose. Ich erhebe mit Ihnen gemeinsam eine "Biographische Anamnese". Auch werde ich Ihnen zwei Fragebögen mitgeben, um einen ersten Eindruck einerseits von ihrer derzeitigen Lebenssituation, andererseits von Ihrem Erleben in Konfliktssituationen zu bekommen. Sollten Anamnese und mein Eindruck  eine Indikation zur Psychotherapie bestätigen, kläre ich mit Ihnen die Motivation zur Psychotherapie. Bei einem Antrag einer Langzeittherapie erstelle ich zusätzlich ein Gutachten. Es sind mindestens 2 Probatorische Sitzungen Voraussetzung für den Beginn einer Psychotherapie.
  • Schließlich werde ich Ihnen das Formular zur Beantragung einer Psychotherapie vorlegen (PTV1: Antrag des Versicherten an die Krankenkasse auf Feststellung der Leistungspflicht), was ich Sie bitten werde, zu unterschreiben. Dieses werde ich mit dem Formular PTV2 (Angaben des Therapeuten zum Antrag...) und bei einem Antrag auf Langzeittherapie zusätzlich mit einem von mir erstellten Gutachten an die Krankenkasse schicken. Das Gutachten wird in einem verschlossenen Umschlag versendet und gelangt damit nur in die Hände des Gutachters!

4) Hinweise:

  • Eine Probatorische Sitzung bzw. Therapiestunde dauert etwa 50 min. Aufgrund meiner nachfolgenden Dokumentation verkürzt sich die Sitzungsdauer durchaus um etwa 5-10 Minuten.
  • Sitzungsfrequenz gewöhnlich: 1x/Woche (kann aber aufgrund anderer Variablen - z.B. Schichtarbeit, Familiäre Situation, Schwere des Krankheitsbildes - davon abweichen)
  • Aufgrund der tiefenpsychologischen Arbeit findet die Therapie im Sitzen statt.
  • Je nach Diagnose ist eine Kurzzeittherapie (KZT) mit insgesamt maximal    24 Sitzungen (2 Kontingente von je 12 Sitzungen) oder eine Langzeittherapie (LZT) mit insgesamt 60 Stunden indiziert. Stellt sich während der Therapie heraus, dass die Stunden nicht ausreichen, kann ein "Umwandlungsantrag auf LZT" gestellt werden bzw. die LZT verlängert werden.

Haben Sie Fragen, sprechen Sie mich an

 

Seit Januar 2016 bin ich für jeden Kassen- und Privatversicherten als potentieller ärztlicher Psychotherapeut wählbar. Dies bedeutet, ob Sie Patient meiner oder einer anderen hausärztlichen Praxis sind, Sie können -vorausgesetzt ich habe einen freien Therapieplatz- mit mir einen Antrag auf eine ambulante Psychotherapie bei Ihrer Krankenkasse stellen (s."Antragstellung"). Wie dies vonstatten geht, erläutere ich Ihnen aber auch gern im Gespräch. Dafür lassen Sie sich bei meinen Medizinischen Fachangestellten einen Termin geben oder schreiben mir einfach per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sollte ich derzeit keinen freien Psychotherapieplatz haben, so kann ich Sie auf eine Warteliste setzen. Sie werden dann informiert, wenn absehbar ist, dass ein Platz frei wird.

Aktuelle Wartezeiten s. "Wartezeit Psychotherapieplatz"

Das oben beschriebene bedeutet außerdem, dass ich keine "außervertragliche Psychotherapie" mehr durchführe mit Ausnahme der aktuell noch laufenden Psychotherapien! Dadurch wird die Antragstellung auch deutlich vereinfacht: Sie -als potentielle/r Klientin/en- müssen sich nicht mehr bei fremden Psychotherapeuten nach Wartezeit und freiem Therapieplatz erkundigen und diese auf einer Liste "abhaken" (als Nachweis für die Krankenkasse über die frustrane Psychotherapieplatzsuche), damit Sie mich wählen können. Das gehört der Vergangenheit an. Nein, wir können den Antrag sofort ohne Umschweife stellen.

Das Vorgehen (das Procedere) s. "Antragstellung"

Die Suche nach einem Platz für eine ambulante Psychotherapie ist meist mühsam. Meist dauert sie mehrere Wochen bis Monate. Es gibt -so will es der Gesetzgeber- nur eine begrenzte Anzahl von niedergelassenen Psychotherapeuten. Dies ist um so bedauerlicher, da Sie als Suchende/r häufig einen dringlichen Bedarf haben. Sie stehen also unter Druck.

Besteht bei Ihnen ein dringender Bedarf? Sprechen Sie mich an!

Wenn Sie außerdem selektieren wollen/müssen (nach Geschlecht oder Therapierichtung), wird es noch schwieriger. Doch die Mühe lohnt sich: Die "Chemie" zwischen den Beteiligten spielt nämlich eine entscheidende Rolle! Keine Therapie kann sich ganz entfalten, wenn bereits hier im Zwischenmenschlichen etwas nicht stimmt. Stattdessen entwickeln sich Hemmnisse, die für beide spürbar sind und meist vorzeitig zum Beenden der Therapie führen. Dieser Frustration kann also vorgebeugt werden, in dem Sie Ihre Ihnen wichtigen Kriterien des Gegenübers ernstnehmen und eine Auswahl treffen.