Ansgar Hantke

allgemeinmedizinisch-psychotherapeutische Praxis

Öffnungszeiten

Vom 05. - 09. Dezember 2022 ist die Praxis geschlossen.

Die Vertretung übernimmt die Praxis Dr. Düren, Abbesbütteler Straße 8, 38527 Meine, Tel.: 05304/9180891

 Es wird ausdrücklich darum gebeten, sich vor Inanspruchnahme telefonisch anzumelden!      


 

Montag bis Donnerstag 08:00 - 12:00 Uhr
Dienstag    16:00 - 18:00 Uhr

Mittwoch Telefonsprechstunde

12:30 - 13:00 Uhr

Patienten OHNE Termin und mit akuten Beschwerden kommen bitte zwischen 11:30 und 12:00 Uhr (montags, mittwochs und donnerstags) oder Dienstagnachmittag zwischen 17:00 und 18:00 Uhr in die Akutsprechstunde - Bitte melden Sie sich für die Akutsprechstunde an, damit wir planen können

ACHTUNG: während der Akutsprechstunde bespreche ich keine Befunde (Facharztberichte etc.) mehr. Dafür lassen Sie sich bitte einen regulären Termin (Sprechstunde, Telefonsprechstunde) geben oder schreiben eine E-Mail.

Hinweis: derzeit sind alle Sprechstundenterminen ausgebucht. Melden Sie sich deshalb für die Akutsprechstunde an!

Fortsetzung 2:

Aus dem Beschriebenen kann gefolgert werden, wir brauchen nicht erst im Fall eines Kollaps des Gesundheitswesen eine neue Definition von Krankheit, sondern jetzt schon. Dabei ergibt sich bereits an diesem Punkt die Frage nach der Verantwortung. Wenn der Staat und seine Politiker meinen, sie müssten für jedwedes gesundheitsschädigendes Verhalten (Drogen, Nikotin, Alkohol, fettreiche Ernährung usw.) geradestehen, dann fassen sie den Begriff der Krankheit recht weit. Denken wir z.B. um die beschönigende Bezeichnung "Zivilisationskrankheiten". Nun, natürlich stecken hinter dieser Entscheidung, den Krankheitsbegriff weit zu fassen, Motive. Nicht nur, dass dadurch Deutschland (gegenüber anderen Staaten) mit einem hervorragenden Gesundheitssystem prahlen kann, nicht nur, dass die Bürger den Eindruck gewinnen, der Staat kümmert sich, indem der Staat Verantwortung übernimmt, sondern auch und gerade weil der Staat auf diese Art Macht und Kontrolle gewinnt. So kann er ohne mit der Wimper zu zucken, den Menschen zur Herausgabe von Daten zu Forschungszwecken verlangen, um ihnen bei Verweigerung vorwerfen zu können, sie sein an einer Verbesserung der Gesundheits – und Pflegesituation nicht interessiert. Kein Mensch hält Daten zurück, wenn er erfährt, dass diese anderen Menschen bei der Behandlung von Krankheiten helfen. Entsprechend hat die Ärzteschaft vor einiger Zeit dem Opt – out Verfahren (für das Anlegen einer elektronischen Patientenakte für jeden Bürger) zugestimmt und damit den Weg bereitet, dem Gesetzgeber mehr Macht und Kontrolle zu geben. Ein weit gefasster Begriff von Krankheit bedeutet demnach nicht nur immens steigernde Kosten im Gesundheitswesen, sondern auch eine zunehmende Übernahme der Verantwortung mit Macht und Kontrolle durch den Staat. Hingegen führt ein eng umrandeter Krankheitsbegriff zu einer Betonung der Eigenverantwortung.

Fortsetzung 1: "Ohne Krankheit kein Sterben möglich"

Bei genauerer Betrachtung vermute ich hinter dem Umstand (kein Tod ohne Krankheit) einen abstrusen Begriff von Krankheit. Die WHO definiert – als Gegenpol zu Krankheit – Gesundheit als das vollkommene körperliche, seelische und geistige Wohlbefinden. Schon mal erlebt? Sie werden zu dem Ergebnis kommen, ein äußerst seltener Zustand. Also ein Zustand, den die wenigsten regelmäßig erleben dürften. Wie oft haben sie nämlich da oder hier ein Ziehen oder Kneifen, mit dem Rücken oder mit den Eingeweiden zu tun? Wie oft "nerven" sie Gedanken oder Grübelein. Wie oft kommt es vor, dass sie sich "mal nicht auf der Höhe" fühlen, müde, matt oder erschöpft. Schlussfolgernd dürften die meisten Menschen krank sein. Auch wenn wir diese vollkommen fernliegende Definition der WHO beiseite schieben, werden wir entdecken, dass wir in unserem Staat Symptome des Älterwerdens oder Alterns gern als Krankheit deklarieren: ob es das verzögerte Harnlassen beim Mann oder das erschwerte Harnhalten bei der Frau ist, ob es die „Wechseljahre“ sind, die schmerzhafte Bewegungseinschränkungen der Gelenke, die reduzierte Belastbarkeit, die Kurzatmigkeit, die geschwollenen Füße oder Unterschenkel, das schlechtere Sehen oder Hören, die reduzierte Aufmerksamkeit, das abnehmende Gedächtnis: alles Symptome, alles Beschwerden, hinter allem Ursachen, die wir behaupten, Krankheiten zu sein: die gutartige Prostatavergrößerung (BPH), die Senkung von Gebärmutter und/oder Harnblase, die Veränderungen des Hormonhaushaltes, die Arthrose, die Herzschwäche, die Krampfadern, die Altersschwerhörigkeit, der graue Star usw. Es sind genaugenommen eben keine Krankheiten. Diese Beschwerden entstehen nämlich als Folge von Alterungsprozessen, die jeden betreffen, in durchaus unterschiedlichem Maße. Wenn also ein alter Mensch an einer Herzschwäche stirbt, dann ist das eben keine Krankheit, sondern Folge der abnehmenden Herzleistung durch Gefäßverkalkung und/oder durch die abnehmende Vitalität der Herzmuskelzellen. Davon ausgenommen kann natürlich ein junger Mensch als Folge einer Infektion eine Herzmuskelentzündung und anschließend eine Herzschwäche entwickeln, was dann eindeutig eine Erkrankung darstellt. Doch dies ist selten im Gegensatz zu der altersbedingten Einschränkung der Herzleistung.

Dieser abstruse Krankheitsbegriff, der viele Phänomene der Medizin pathologisiert, hat natürlich Konsequenzen:

a)wir meinen, diese „Krankheiten“ könnten durch eine gezielte Behandlung geheilt werden.

Weit gefehlt. Die Beschwerden können nur für eine begrenzte Zeit reduziert, der Alterungsprozess hinausgezögert werden. Am Ende ist der Katzenjammer groß, wenn in uns die Erkenntnis reift, keine Krankheit, sondern das Alter steckt dahinter.

b)wir erwarten (dann zurecht) Behandlungsmöglichkeiten, die die Ursachen der "Krankheit" behandeln. Weder Arthrose noch Arteriosklerose bilden sich wieder zurück. Aus "alt" kann die Medizin nicht "neu" machen. Den Schaden (Arthrose des Knies z.B.) können Sie nur durch Einbau eines neuen Gelenkes beheben oder Sie nehmen regelmäßig Schmerzmedikamente.

c)wir fordern, dass der Staat Verantwortung übernimmt, indem er die Kosten der Mittel zur Behandlung der "Krankheit" trägt. Diese "freiwillige" Verantwortungsübernahme der Staatslenker folgt natürlich einem Motiv. Und das ist durchaus nicht fürsorglich.

 

Fortsetzung folgt

 

 

Kürzlich hatte ich mal wieder das Vergnügen, den ärztlichen Bereitschaftsdienst durchzuführen. Neben dem Wandel, den mittlerweile der Bereitschaftsdienst seit dem letzten Jahrzehnt vollzogen hat (zunehmende Zentralisierung), fiel mir ein Kuriosum auf:

 Ohne Krankheit kein Sterben möglich

Ich wurde – was eben in einem Bereitschaftsdienst passieren kann – zu einer Leichenschau gerufen und sollte den Tod eines Patienten feststellen. Darüber hinaus – so in deutschem Lande verlangt – war das Ausfüllen eines Formulars zur Leichenschau gefordert. Völlig widersprüchlich – so mein Empfinden – wurde gefragt, ob ich annehme, es handele sich um einen „natürlichen“ Tod, gleichzeitig aber auch, welche näheren „Krankheitsumstände“ zum Tod geführt hätten. Nun, der Patient musste scheinbar eine Krankheit haben, so verstand ich den Umstand, um zu sterben. „Krankheit“ oder „Natürlich“, schoss es durch meinen Kopf. Natürlich sterben wir alle. Auch alle „natürlich“, trotz Krankheit. „Natürlich“ bezieht sich hier auf den Umstand, dass der Tod nicht durch äußere Einwirkung bedingt sei, ist also kein Widerspruch! So folgerte ich aus dem Text, der da vor mir lag, nicht im „Natürlich“ oder „Krankheit“ liegt der Widerspruch, sondern in „Tod nur durch Krankheit“. Nun werden sie – liebe Leser – doch häufiger gedacht haben, wenn Menschen sterben, dann eben „ganz normal“ (wir Menschen sprechen gern davon, „er ist eingeschlafen,“ er ist halt „von uns gegangen“), ohne Krankheit, ohne irgendeinen Vorfall. Weit gefehlt. Denn als Arzt muss ich eine Krankheitsursache angeben, auch wenn ich den Eindruck habe, ist gibt keine. Und das kommt recht häufig vor. Dann muss ich – von Amtswegen her – eine Ursache erfinden, weil die Akten keine nennenswerte Krankheit hergeben. Diese Tatsache ist erstaunlich, so erstaunlich, dass die Hintergründe geklärt werden sollten.

So erahne ich, dass dieser Umstand mit unserem in dieser Gesellschaft bestehenden doch sehr ambivalenten Verhältnis zum Sterben bzw. zum Tod zu tun haben könnte. Sterben und Tod ist nach meinem Empfinden – und noch mehr durch Corona geworden – ein Umstand, der quasi mehr und mehr aus unserem Leben gewichen ist. Viele sterben im Krankenhaus, nicht zuhause. Sterben passiert außerdem den anderen, nur nicht bei den eigenen Angehörigen, nicht bei uns selbst. Dass Sterben zu unserem Leben gehört, das durch den Alterungsprozess abgeschlossen wird, wollen manche Menschen, insbesondere Politiker und Meinungsmacher, nicht begreifen, weil unbequem. Die fortwährende Diskussion um das Sterben, um den assistierten Suizid, wer z.B. ein Anrecht auf Pentobarbital („Giftspritze“) hat und wer nicht, verdeutlicht das. Sterben und Tod sind Bestandteile des Lebens und – um auf die zu Beginn geäußerte Darstellung zurück zu kommen – eben keine Krankheit.

Fortsetzung folgt

24/7. So nennt es die junge Generation und meint damit, 24 Stunden, 7 Tage die Woche zur Verfügung stehen. Also immer. Das Smartphone macht es möglich. Immer verfügbar, immer erreichbar, immer online, immer da. Fein. Das ist der moderne Mensch. Sein Motiv: er will wichtig sein, er will eine Rolle spielen, er will gebraucht werden. Doch immer verfügbar zu sein, immer erreichbar zu sein bedeutet auch, nicht ausreichend Rückzugsorte haben, keine Ruhe finden können, keine Möglichkeit haben, abzuschalten. Trotzdem wollen alle es, alle machen mit. Halt modern. Wer nicht mitmacht, ist altmodisch oder ein Dinosaurier. Doch die Sache hat wie immer einen Haken: der 24/7 Mensch will zwar immer wichtig sein und immer erreichbar, aber er hat nun mal einen Körper, einen Geist, eine Seele, die dann und wann Schlaf, Entspannung oder andere Bedürfnisse einfordern. So kommt es, dass er in ein Dilemma gerät. Immer verfügbar sein – so seine Feststellung – ist dauerhaft nicht möglich. Da er sich allerdings von 24/7 zunehmend abhängig gemacht hat (wie alle anderen auch), ist es nur eine Frage der Zeit, bis er Geist, Seele und Körper so überfordert hat, dass er in der Erschöpfung landet. Früher hieß dieser Zustand „psychovegetative Erschöpfung“, heute modern „Burnout“. Burnout ist mittlerweile ein Markenzeichen. Wer noch kein Burnout gehabt hat, der dürfte wohl noch nicht ausreichend in seine Wichtigkeit investiert haben. Verkehrung der Wirklichkeit. Burnout oder Erschöpfung sind gut, sich bewusst nicht krankmachen schlecht. Wer noch nicht ausreichend Schaden genommen hat, der hat scheinbar 24/7 noch nicht ausreichend beherzigt. Er kann – um dem ganzen noch eine besondere Note zu geben – zu Amphetaminen greifen. Dann spürt er seine Erschöpfung nicht, allerdings wird der Absturz um so heftiger. Bei jungen Menschen ein Thema. Besonders vor Prüfungen. Bloß kein Versagen, kein Scheitern, das wäre allzu menschlich. Also Amphetamine.

Die Erwartungen und Anforderungen an die junge Generation sind zunehmend und komplexer geworden. Aber auch bei den „Alten“. Wer nicht einer whatsapp Gruppe angehört oder sich in irgendeiner anderen community befindet, der ist out, mega – out. Man gehört dann quasi nicht mehr dazu. Und alle machen mit. Spielverderber möchte ja keiner sein. Darum hat man heute nicht nur ein Smartphone, googelt, bestellt bei Amazon und sorgt dafür, dass man in mehreren whatsapp Gruppen ist, sondern verteilt seine Daten blindlings über das gesamte Internet. Privatsphäre war gestern, rücksichtsloses Breitmachen ist heute. Schließlich will man ja dazugehören. „Man macht halt mit“. So unterwirft sich der moderne Mensch der Technik und landet in der Uniformität. Natürlich hat man die CoronaWarnApp, natürlich ist man geimpft, natürlich weiß man immer Bescheid. Der moderne Mensch erwartet und fordert viel. Er ist damit Täter und Opfer seiner Erwartungen zugleich. Der moderne Mensch hat einen kranken Geist, er obliegt einem massiven Denkfehler, aber ist nicht geisteskrank. Er will ja nur nicht abgehängt werden. Es ist allerdings die Entwicklung der Technik, die ihm vorschreibt, was er zu tun, was er zu haben und was er zu sein hat. Die Politiker sagen es ja auch: „wir müssen, um im internationalen Vergleich nicht abgehängt zu werden“ und „sonst verpasst Deutschland den Anschluss“. Politiker machen gerne Angst. Angstmachen ist ein typisches Merkmal des modernen Menschen und der modernen Politik. Zwar leben wir seit vielen Jahrzehnten in einer noch nie dagewesenen sicheren Welt (denken sie an Kranken – und Rentenversicherung, den wirtschaftlichen Status, die Freiheit, unseren Beruf weitestgehend wählen zu können usw.), doch sicher kann nicht sicher genug sein. Das ist ebenfalls ein großer Denkfehler. Doch allein die allgegenwärtige Sicherheitspropaganda (aktuell von Herrn Lauterbach) suggeriert vollumfängliche Sicherheit. Und dafür opfert der moderne 24/7 Mensch selbst sein höchstes Gut: seine Freiheit, genauer: sein Recht auf Selbstbestimmung!

Wir schreiben das Jahr 2022. Den 22. Oktober. Gerade überlegt Bundeskanzler Scholz, wann die Gaspreisbremse in Kraft treten soll. Er plant noch mit den Unternehmen zu verhandeln, die ja gewöhnlich arm sind. Schöne neue Welt. Seit mittlerweile fast zwei Jahrzehnten laufen zunehmend mehr Menschen nicht mehr aufrecht, sondern nur nach vorn gebeugt, die Umgebung nicht mehr wahrnehmend, dabei ein wenig debil wirkend, mit dem Blick auf ein rechteckiges Ding – Smartphone genannt – fixiert. Schöne neue Welt. In der Ukraine tobt der Krieg, die Deutschen schicken Waffen, obwohl sie das nie wollten, aber man muss ja die Guten unterstützen. Schöne neue Welt. Seit Gründung der Bundesrepublik nehmen jährlich die Ausgaben im Gesundheitswesen zu, mittlerweile liegen sie bei 465 Milliarden, heißt pro Kopf etwa 5300,- Euro. Die Menschen sind dadurch aber nicht viel gesünder als früher. Schöne neue Welt. So was kommt von so was: Putin und sein Militär marschieren in die Ukraine ein. Der Bösewicht – da sind sich sofort alle einig – muss angemessen bestraft werden. Es folgen Sanktionen gegen Russland. Anfangs eher ohne große Auswirkungen. Schließlich wird das Genehmigungsverfahren von Nord Stream II – einer Gaspipeline, die durch das russische Staatsunternehmen Gazprom kontrolliert wird und von Russland nach Deutschland führt – durch Bundeskanzler Scholz gestoppt. Putin lässt sich das natürlich nicht gefallen und dreht schließlich den Gashahn zu (Nord Stream I). Schöne neue Welt. Menschen in chronisch gebeugter Haltung entwickeln nachweislich häufiger negative Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster. Noch nie war der Bedarf nach psychotherapeutischer Behandlung so groß. Schöne neue Welt. Noch vor kurzem hat ein ziemlich bekloppter Minister sich das Ziel gesetzt, die Menschen gesünder und damit zufriedener zu machen. Dabei war ihm jedes Mittel recht. Ignorierend, dass Krankheit eine Ausdrucksform von Lebewesen ist, hat er zig Gesetze durchgeboxt, um sich einen Namen zu machen. Unter anderem hat er die marode und längst überholte TI (Telematik Infrastruktur 1.0) im Rahmen der Digitalisierung im Gesundheitswesen Ärzten und anderen Leistungserbringern gegen deren Widerstand aufgezwungen. Wer nicht mitmacht, wird bestraft. Schöne neue Welt. Die Deutschen klagen, jammern, haben Angst, dass sie ihren Energiebedarf nicht mehr bezahlen können. Manche haben gar Angst vor einem Blackout. Angst mobilisiert: Brennholz kaum noch zu bekommen, wenn nur für horrende Preise. Wer das nötige Kleingeld hat, packt sich Photovoltaik aufs Dach. Doch Handwerker haben rund um die Uhr zu tun, wenn sie Glück haben, klappt es vielleicht nächstes Jahr. Schöne neue Welt. Eine bekloppte Ministerin meinte vor wenigen Monaten: die Ukraine muss gegen Russland gewinnen. Sind wir auf dem Bolzplatz, Frau Baerbock? Mein Tipp: Sie können sich ja ruhig mal rekrutieren lassen, in die Ukraine reisen und mal richtig „die Sau“ rauslassen. Schöne neue Welt. Gott schuf den Menschen mit Großhirn. Wenn er nur Affen hätte haben wollen, hätte er uns nur mit Klein – und Zwischenhirn ausgestattet gelassen. Schöne neue Welt. Der Rat meiner guten Mutter: überlege, bevor du dich einmischst. Wenn du es nämlich tust (wie die Deutschen gerade im Ukrainekrieg), beschwere dich nicht, dass du eins auf die Fresse bekommen hast. Schöne neue Welt. Dass die Wirtschaft die Politik steuert, wussten wir schon im letzten Jahrhundert. Nun aber gibt es nur noch eine Handvoll Unternehmen (Google, Amazon, Facebook...), die Macht auf Regierungen ausübt und nachweislich steuert. Es muss da nur ein Elon Musk kommen und schon beugt sich der Ministerpräsident. Früher nannten wir solche Menschen Arschkriecher. Heute erhält man für das Schleimlecken Applaus. Schöne neue Welt. Das Buch von Aldous Huxley ist aktueller als je zuvor. Die Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie muss immer wieder neu gedacht werden. Es braucht da nur ein Virus zu kommen und schwupp sind paar Artikel des Grundgesetzes null und nichtig. Schöne neue Welt. SARS-CoV2 war nur die Premiere. Klima, Energiemangel, Umweltverschmutzung, Gesundheit, Islamischer Staat – egal: solche „Krisen“ oder „Katastrophen“ dürften in Zukunft durchaus Grund genug sein, das Grundgesetz mit Füßen zu treten. Xi Jinping will ja auch nur das Beste für sein Land und seine 1,4 Milliarden Menschen. Schöne neue Welt.