Ansgar Hantke

allgemeinmedizinisch-psychotherapeutische Praxis

Öffnungszeiten

Die Praxis ist vom 19. - 22.Oktober 2020 geschlossen.

Vertretung übernimmt die Praxis Dres. Balck, Gifhorner Straße 1, 38527 Meine, Tel.: 05304/91910

 

Montag bis Donnerstag 08:00 - 12:00 Uhr
Dienstag    16:00 - 18:00 Uhr

Mittwoch Telefonsprechstunde

12:30 - 13:00 Uhr

NEU! Patienten OHNE Termin kommen bitte zwischen 11:30 und 12:00 Uhr (montags, mittwochs und donnerstags) oder Dienstagnachmittag zwischen 17:00 und 18:00 Uhr in die Akutsprechstunde 

Corona Monitoring lokal: Repräsentative Zufallsstichprobe.

Fragestellung: Wieviel Menschen leiden aktuell an Covid-19 und wieviel Menschen bilden nach einer Covid-19 Erkrankung Antikörper aus.

Untersuchungsprogramm der Teilnehmer:

  • PCR Abstrich zum Nachweis einer akuten Infektion
  • Blutentnahme zum Nachweis von Antikörpern
  • Befragung

Studie: in 4 Gemeinden jeweils ca. 2000 Teilnehmer:

 a)Feilnbach bei Rosenheim: 2153 Erwachsene

Untersuchungszeitraum 23.Juni – 04.Juli 2020. Keine akute Infektion. 6% hatten Antikörper 130 Teilnehmer. Von den 130 Teilnehmern der Studie hatten 19 (14,5%) keine Beschwerden in der Vergangenheit, heißt, waren asymptomatisch geblieben, 111 (85,5%)111) hatten in der Vergangenheit Symptome wie Fieber, Kurzatmigkeit, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Lungenentzündung oder Verlust des Geschmacks/Geruchssinns.

Dunkelziffer: Durch die Studie wurden 2,6 mal mehr Infektionen nachgewiesen als bekannt.

Vor allem zeigte aber die Studie, dass 39,9% der früher durch einen PCR positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Personen keine Antikörper ausgebildet hatten. Dies entspricht 86 Personen. Damit waren 216 Personen früher einmal infiziert, was in etwa 10% der Teilnehmer entspricht.

 b)Kupferzell: 2203 Erwachsene

20.Mai – 09.Juni 2020. Keine akute Infektion. 7,7% hatten Antikörper, heißt 170 Teilnehmer. Von den 170 Teilnehmern der Studie hatten 29 (16,8%) keine Beschwerden in der Vergangenheit, 141 (83,2%) hatten Symptome (s.o.).

Dunkelziffer: Durch die Studie wurden 3,9 mal mehr Infektionen nachgewiesen als bekannt.

Vor allem zeigte die Studie, dass 28,2 % der Studieteilnehmer trotz nachgewiesenem positivem PCR keine Antikörper aufwiesen. Das entspricht 67 Personen. Es waren also 237 Menschen infiziert, was etwas mehr als 10% der Teilnehmer entspricht.

 

2 weitere Gemeinden stehen noch aus (darunter Straubing)

 

Über die Sinnlosigkeit von Coronatests zur Eindämmung der Pandemie

Es hat sich in den Köpfen vieler Menschen bereits eingebrannt: die einzige Sicherheit, die wir vor der vermeintlichen Virusinfektion haben, ist der Test auf das Coronavirus. Vor der Infektion? Der Test schützt weder vor der Infektion noch schafft er Sicherheit. Er ist allenfalls ein Versuch, das Virus rechtzeitig nachzuweisen, um andere Menschen vor der Übertragung der Infektion zu bewahren. Wie sinnbefreit dieses Ziel jedoch ist, möchte ich im Folgenden erläutern:

Spätestens mit der ersten Studie durch den Virologen Prof. Streeck an ca. 900 Bewohnern von Gangelt (Kreis Heinsberg) wissen wir, dass es eine bedeutende Dunkelziffer (unerkannt Infizierte) von Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, gibt. Das ist eine Tatsache. Über die Menge der unerkannten Infizierten wird dabei noch gestritten. Dennoch ist klar, ob mit Test oder ohne Test, dass Infektionsgeschehen läuft „im Hintergrund“ weiter. In der Studie wurde von der fünffachen Menge der Menschen, die tatsächlich betroffen sind, gesprochen. Nun käme keiner auf die Idee, ohne Symptome sich testen zu lassen, denn was hätte das für ein Benefit für diesen Einzelnen. Doch? Aber nur deshalb, weil seit der Pandemie die Ansicht herrscht, der Test schütze uns. Diese Art der Wahrnehmung ist verzerrt und wird gern von Politik und Medien suggeriert. Dass viel mehr Menschen allerdings das Virus überwiegend ohne es zu wissen, weiterreichen, wird dabei vollkommen vergessen bzw. verdrängt. Ist es nicht eigenartig, dass lange Zeit eine stabile Situation bestand obwohl die vielen unerkannten Infizierten doch das Virus weitergaben? Warum stieg die Zahl der Coronakranken nicht nennenswert an? Denn alle unerkannten Infizierten sind ansteckend und geben das Virus weiter, woraufhin andere wieder infiziert sein dürften. Diese können dann Symptome entwickeln und hätten dann in der Statistik erscheinen müssen. Reichte es aus, der Bevölkerung zu suggerieren, die Situation sei unter den gegebenen Umständen stabil, dass die Achtsamkeit und damit die Tests nachließen? So geht menschliches Denken: besteht eine akute Krise, kann der Mensch relativ gut und adäquat darauf reagieren (Fight, flight or freeze). Bei einer längerfristigen Krise jedoch beginnen teilweise krankhafte Anpassungsprozesse, die je nach Mensch Verdrängung, Verleugnung, Bagatellisieren oder Rationalisieren bedeuten können. Heißt übersetzt: wir tun uns mit chronischen Problematiken (s. auch Klima, Flüchtlingspolitik) sehr schwer, eine „vernünftige“ Lösung zu finden. Und in so einer Situation befinden wir uns. Es gibt keine Sicherheit vor dem Virus, schon deswegen nicht, weil das Virus weder ausgerottet werden kann, noch jeder Infizierte Symptome entwickelt und damit erkannt wird. Und dann kommen die Politiker auf die Idee: Der Test, das ist die Lösung. Nein, ist er absolut nicht.

Denn:

1)es gibt wie bei allen Tests „falsch negative“ Ergebnisse, was bedeutet, dass sie eine Infektion haben können, diese aber durch den Test nicht erkannt wird. In der Folge wiegen sie sich in falscher Sicherheit und geben die Infektion weiter (https://www.msdmanuals.com/de/profi/spezielle-fachgebiete/klinische-entscheidungsfindung/verstehen-von-medizinischen-tests-und-testergebnissen).

2)umgekehrt: „falsch positives“ Testergebnis. Die Menschen wiegen sich auch hier in falscher Sicherheit, weil sie meinen, sie hätten bereits unerkannt eine Infektion überstanden. Hersteller der Antikörpertests verweisen auf die Sensitivität (die Wahrscheinlichkeit, eine Infektion auch als solche zu erkennen) des Tests hin, die eben nicht bei jedem Test bei 100% liegt: sie liegt zwischen 75-100%!

3)es hängt auch vom Untersucher ab, der die Abstriche durchführt, denn nicht jeder Abstrich wird korrekt durchgeführt (nicht tief genug im Rachen/Nasen - Rachenraum, nicht genügend Probenmaterial)

4)Der Abstrich kann nur für den Tag des Abstriches aussagen, dass kein Virus nachweisbar ist. Das kann einen Tag später anders aussehen (da sie zwischenzeitlich Kontakte zu Mitmenschen pflegen)

5)der Test heute kann negativ sein, was aber nicht bedeutet, dass er morgen dann plötzlich positiv sein könnte. Grund: die Beständigkeit eines Testergebnisses nimmt mit der Anzahl der Tests ab!

6)der Zeitpunkt, an dem der Test durchgeführt wird, kann zu früh oder auch zu spät für den Nachweis von Antikörpern sein. Wir wissen, dass in der frühen Phase der Infektion noch nicht ausreichend Antikörper (bei Antikörpertests) gebildet werden, sondern, dass diese erst 1-2 Wochen brauchen, bis sie nachweisbar sind. Wir wissen weiterhin, dass bei symptomlosen Infizierten die Antikörperbildung nach mehreren Wochen wieder abnimmt, weswegen Forscher meinen, dass symptomlose Infizierte eher keinen längerfristigen Immunschutz ausbilden.

7)wenn nicht ausreichend getestet wird, steigt die Wahrscheinlichkeit falsch positiver und negativer Testergebnisse, weil die Vortestwahrscheinlichkeit niedrig ist. Die Vortestwahrscheinlichkeit ist also von der Menge der Tests und der Sensitivität (s.o.) oder Spezifität (Gesunde auch als Gesunde identifiziert) abhängig. Beispiel: wenn ich 2 Darmspiegelungen durchführe und bei einem von beiden Darmkrebs feststelle, ist die Vortestwahrscheinlichkeit grauenhaft schlecht. Sie würde nämlich suggerieren, dass jeder zweite Darmkrebs hätte (https://www.bmj.com/content/369/bmj.m1808/infographic)

8)wer infiziert ist, kann krank werden, muss es aber nicht.

9)Menschen sind suggestibel. D.h., dass Menschen krank werden können, wenn sie erfahren, dass sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Es ist dann die Folge der ängstlichen Erwartung, die die Symptome hervorruft, nicht die Erkrankung.

10)wie bei allen Tests gibt es auch „Kreuzreaktionen“. Darunter ist zu verstehen, dass der Test auch bei nahen Verwandten des Virus positiv ausfallen kann (z.B. bei dem jährlichen Grippevirus). Kritiker behaupten, dass die Anzahl der tatsächlich mit dem Coronavirus infizierten Menschen deutlich niedriger liegen dürfte, als wir aktuell annehmen.

 

Zuletzt wissen Forscher schon lange, dass Tests ein relativ unbrauchbares Instrument sind, ein Infektionsgeschehen einzudämmen! Die besten Maßnahmen sind, Kranke zu isolieren und zu behandeln.

Über den Tellerrand geschaut

Nicht das Virus ist unser Problem, unsere Sorge, unsere Not und Angst, sondern das, was wir daraus machen. Das Resultat, die Umstände, unter denen wir im Augenblick leben, haben wir selber geschaffen. Dabei spielt die Kommunikation eine bedeutende Rolle. Wir lesen und sprechen von „Krise“ und „Katastrophe“ (Flüchtlingskrise, Klimakatastrophe, Corona-Pandemie), um dem Ganzen eine wortgewaltige Macht zuzuschreiben. Wir, das sind die in der Politik und in den Medien, wir, das sind die Menschen, die Macher der Krise. Wir, das sind aber auch Menschen, die sich tagtäglich fragen, wie sie mit den selbst (ge- und) erschaffenen Umständen, oder besser Einschränkungen, die durch die Corona Pandemie so unvermeidbar zu sein scheinen, umgehen. Dabei ist das derzeitigen Verhalten unserer Gesellschaft analog zu einem seelisch kranken Menschen zu sehen und zu verstehen. Er kämpft gegen sein selbst ins Leben gerufenes Konstrukt. Er ist damit Täter und Opfer zugleich. Dabei meint er, es gebe nur eine von ihm vielleicht mal wirksame Methode, mit dem Problem fertig zu werden, die Vermeidung, die Flucht vor dem Virus. Ihm fehlt die Einsicht und das Verständnis, dass diese Strategie vielleicht nicht angemessen und durchaus überholt oder/und noch nie wirklich wirksam war. Unter dem gutgemeinten politischen Plan, die Bevölkerung vor Gefahren zu schützen, macht der Staat genau das, was den Menschen schadet: er schränkt das gemeinschaftliche Leben ein. Hinter dem Vorwand, ihm gehe es primär um den Schutz oder die Sicherheit jedes Einzelnen (denken sie mal darüber nach, ob nicht die Motivation des Staates eine ganz andere sein könnte: Kontrolle, Macht, Bevormundung) führt er Beschränkungen ein, die vor allem das soziale Leben der Gesellschaft betreffen, angeblich um den „Feind“ zu bekämpfen. Da das Virus – übrigens wie alle Viren – genau die „Schwäche“ des Menschen nutzt, nämlich dass dieser sozialen Kontakt, Austausch, Nähe usw. braucht oder besser nötig hat (im Wort steckt die „Not“, in die der Mensch ohne sozialen Kontakt gerät), muss die Strategie Schiffbruch landen. Immer, wenn wir die Einschränkungen zurückfahren, werden wir feststellen, dass das Virus wieder auf dem Vormarsch ist. Dabei ist es egal, welche Einschränkungen es betrifft, die wir zurückfahren (z.B. das Reisen, Mund-Nase-Schutz, Abstand). Das Virus wird dableiben, auch, wenn wir mal annehmen, dass wir die sozialen Kontakte auf Null zurückschrauben. Die Folge und gewiss die Sorge ist, dass es zu einem erneuten Lockdown käme. Er ist nun immer in ängstlicher Erwartung. Genau hier setzt das uns so bekannte Verhalten eines seelisch kranken Mensch an: er handelt eher im Sinne „mehr desselben.“ Wenn schon unser Mund-Nase-Schutz nicht auszureichen scheint, müssen weitere Maßnahmen/Einschränkungen umgesetzt werden. Dabei ist er überzeugt, dass dies die einzig sinnvolle Lösung ist. Er ist nicht in der Lage, „über den Tellerrand zu blicken.“ So muss auch eine zweite Welle folgen, weil er nun erwartet, dass die Einschränkungen (Abstand halten, Mund-Nase-Schutz) notwendig waren und weil er ganz selbstverständlich davon ausgeht, dass dieses Gesetz („wenn etwas mir mal geholfen hat, dann wird es mir immer helfen“) für immer fortbestehe. Dieser Irrsinn ist – nebenbei erwähnt – nicht nur beim Menschen, sondern auch bei den uns nahestehenden Säugetieren nachweisbar. Wir denken, dass Einschränkungen tatsächlich das Problem „Virus“ lösen. Dabei wurde bereits in der WHO ein Szenario dieser Art durchgespielt. Ergebnis: keine unserer jetzt getroffenen Maßnahmen sind auf Dauer geeignet, das Problem zu lösen.

Eine wesentliche Rolle spielt hier die selbsterfüllende Prophezeiung: dadurch, dass mehr Coronainfizierte unter den Reiserückkehrern erwartet (ängstliche Erwartung) werden, testen wir mehr. Wenn wir mehr testen, werden wir mehr Infizierte finden. Wenn wir mehr Infizierte identifizieren, interpretieren wir dies als Beginn einer „zweiten“ Welle und fühlen uns in unserer „Vorsicht“ bestätigt. Wir weiten die Tests aus, woraufhin die Anzahl der Infizierten steigt. Dies fördert die ängstliche Erwartung, die durch des Staates Maßnahmen (Sicherheit durch Einschränkungen) „beruhigt“ werden. Und schon sind wir im circulus vitiosus von der Notwendigkeit der Einschränkungen.

Die Fachgesellschaften (Kardiologie, Pneumologie, Schmerzmedizin usw.) haben Handlungsempfehlungen herausgegeben, die den Ratsuchenden als Hilfe dienen sollen:

1)Onkologie: ein Aussetzen oder Verschieben einer Krebstherapie wird nicht empfohlen. Eine effektive Behandlung des Tumors stelle in den meisten Fällen die Bedingung, das Überleben der Patienten zu sichern. Weiterhin könne ein Absetzen gut eingestellter Patienten zu unerwünschten Ereignissen wie eine deutliche Verschlechterung der Situation herbeiführen.

2)Kardiologie: jegliche Art von Infektionen (also auch virale) bedeuteten eine zusätzliche Belastung des Herz-Kreislaufsystems. So käme es bei kardiologisch erkrankten Patienten, die aufgrund einer Coronainfektion einer Therapie in der Klinik bedürften, in 16,7% der Fälle zu Herzrhythmusstörungen und bei 7,2% zu akuten Herzschädigungen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen - so zeigten die neuesten Erfahrungen - wie Bluthochdruck, Vorhofflimmern, Koronare Herzkrankheit (KHK) usw. gingen mit einem höheren Sterblichkeitsrisiko einher.

In diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, dass er derzeit keine belastbaren Daten gibt, die zeigen würden, dass zwei bestimmte Klassen von Bluthochdruckmedikamenten - nämlich ACE - Hemmer (z.B. Enalapil, Ramipril) und AT2 Rezeptorblocker (z.B. Losartan, Candesartan) - die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit dem Coronavirus erhöhen. Die Empfehlung lautet hier, die Bluthochdruckmedikation weiter einzunehmen, um das Risiko für eine akute Schädigung durch einen ungenügend eingestellten Blutdruck zu vermeiden.

3)Pneumologie: Patienten mit Asthma sollten eine dem individuellen Bedürfnis angepasste Therapie fortführen. Dabei bildeten weiterhin Corticoide (Budesonid, Beclomethason, Fluticason etc.) die Basis der Behandlung beim Asthma. Ein Absetzen des Cortisons verschlechtert im Allgemeinen das Asthma und erhöht das Risiko, bei einer zusätzlichen Infektion mit einem Virus (z.B. Corona) schwer zu erkranken.

4)Schmerztherapie: es gibt bisher auch bezüglich der Therapie mit Ibuprofen keine belastbare Daten, die darauf hinwiesen, dass eine Gefährdung, an einer Coronainfektion zu erkranken, durch die Einnahme zunehmen würde.

01.03.20: Angesichts der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV2 haben wir hier einen Link installiert, der Sie mit den nötigen Informationen des Robert-Koch-Instituts versorgt: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Darüberhinaus gelten alle Maßnahmen des Infektionsschutzes, die Sie (wie u.a. in der Grippesaison üblich) einhalten sollten:

https://www.infektionsschutz.de/hygienetipps/

Sollten Sie den Verdacht haben, Sie oder ein Angehöriger könnte infiziert sein (weil Sie Kontakt zu einer infzierten Person gehabt oder sich in einem Risikogebiet befunden haben), bitte NICHT in die Praxis kommen, sondern sich bei dem Gesundheitsamt Gifhorn melden:

Tel. 05371/82-702, Fax: 05371/82-358, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ein begründeter Verdacht besteht, wenn...

1)Sie Beschwerden wie bei einem grippalen Infekt mit/ohne Fieber haben UND Kontakt zu bestätigtem COVID-19-Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn

2)Sie Beschwerden wie bei einem grippalen Infekt mit/ohne Fieber haben UND Aufenthalt in einem Risikogebiet (bestimmte Regionen in China, Iran, Südkorea, Italien) bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn

Des Weiteren ein Mittel gegen die potentielle Hysterie:

  • was häufig ist, ist häufig, was selten ist, ist selten: zu dieser Jahreszeit sind die meisten Menschen mit grippalen Symptomen durch harmlose Viren infiziert und nicht mit dem Coronavirus
  • die meisten Patienten entwickeln durch das Coronavirus nur milde Symptome (Grippeähnlich: Fieber (85%), Husten (80%), Glieder - und Muskelschmerzen, Übelkeit, Durchfall
  • spezielle Schutz-Maßnahmen sind bei a) älteren und alten Menschen sowie bei b) Menschen mit Vorerkrankungen (Herzschwäche, Nierenschwäche, chronische Lungenerkrankung usw.) notwendig. Aber erst, wenn es Verdachtsfälle in der Umgebung gibt
  • in den meisten Fällen (falls ein Verdacht besteht) wird das Gesundheitsamt Sie bitten, 14 Tage zuhause zu bleiben (Quarantäne)
  • das Virus ist außerhalb des Körpers nur zeitlich begrenzt überlebensfähig. Eine Ansteckung findet entweder über direkten Körperkontakt oder durch Anhusten oder Anniesen statt. Darüber hinaus gibt es KEINE bekannten Ansteckungswege (z.B. über unbelebte Produkte wie Koffer, Paket, Brief)
  • Stand 22.03.20: es wird davon ausgegangen, dass nur ca. 60% der Infizierten symptomatisch werden. 40% entwickeln keine Symptome und spielen deshalb bei der Übertragung des Virus keine Rolle!
  • Stand 29.03.20: nach dem RKI sind infizierte Personen etwa schon zwei Tage vor Ausbruch der Symptomatik ansteckungsfähig

06.03.20: Entgegen der vom Gesundheitsamt lautenden Ansicht, der Hausarzt würde bei Verdacht Abstriche auf das Virus nehmen, tun wir dies ausdrücklich nicht! Wir besitzen weder ausreichend Ressourcen (Schutzkleidung, Masken) noch das Potential, einen Schutzraum einzurichten, wo die Person mit Verdacht auf das Coronavirus zwischenzeitlich untergebracht wird.

Zwischenzeitlich ist ein Testzentrum seit dem 06.03.2020 in Braunschweig eingerichtet worden. Dort werden Abstriche genommen. Allerdings müssen Patienten bevor sie sich dort vorstellen von ihrem Hausarzt dort angemeldet werden.

Also Vorgehen:

Anruf beim Hausarzt -> Rückruf durch den Hausarzt -> Klärung, ob begründeter Verdacht -> wenn ja, dann Anmeldung im Testzentrum Braunschweig

15.03.20: Um die Anzahl potentieller Neuinfektionen mit dem Coronavirus zu verringern, dürfen wir Ärzte ab sofort Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege (z.B. grippaler Infekt) auf telefonischen Anruf hin krank schreiben. Dabei darf die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bis zu einer Woche ausgestellt werden. Rufen Sie also bei einem banalen grippalen Infekt in der Praxis an, kommen Sie bitte NICHT in die Praxis und wir senden Ihnen die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu.

Hintergrund: kaum eine Arztpraxis besitzt ausreichend Schutzmasken und Schutzanzüge. Das Gesundheitsministerium hat nun die Aufgabe, Praxen damit auszustatten. Wann diese umgesetzt wird, steht in den Sternen. Bisher haben wir Ärzte keine Ahnung, wann die Verteilung der wichtigen Güter stattfinden soll. Bis dahin wird versucht, alle potentiell Infizierten an den Praxen vorbei in sogenannte Testzentren (z.B. Braunschweig, An der Petrikirche, Ärztehaus) zu führen.

17.03.20: Betrifft Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung:

Da kein Arzt im Kontakt mit Ihnen zwischen einem banalen Infekt und einer Corona Infektion unterscheiden kann, bitte ich Sie, zuhause zu bleiben und (wie oben angegeben) eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu ordern. Diese werden wir Ihnen dann per Post zusenden. Bitte sehen Sie auch davon ab, Angehörige oder Bekannte zur Abholung zu schicken. Es geht um den Schutz des Arztes! Falls wir Ärzte ausfallen, können wir nicht mehr für die Regelversorgung und noch weniger für die anstehende Krise Ihnen zur Verfügung stehen.

Seit gestern gibt es von Patientenseite u.a. die Bitte, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auszustellen, allein aufgrund der Forderung des Arbeitgebers, sich in Quarantäne zu begeben (z.B., weil der Betroffene Kontakt zu einer Person mit Verdacht auf Coronainfektion gehabt hätte). Entsprechend unserer Dachorganisation - der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN) - kann diesem Wunsch nicht entsprochen werden, weil der Betroffene keine Erkrankungssymptome aufweist. Vielmehr müssten sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber um eine gemeinsame Lösung bemühen.

KVN: siehe auch https://www.kvn.de/internet_media/Startseite/Corona/Coronavirus+_+Fragen+und+Antworten+der+KVN-p-22847.pdf

Auszug aus dem PDF Dokument:

Q: Der Arbeitgeber eines beschwerdefreien Arbeitnehmers will aus Sorge vor COVID-19, dass dieser 2 Wochen nicht in die Firma kommt, obwohl der Arbeitnehmer sich nicht innerhalb eines vom RKI ausgewiesenen Risikogebietes aufgehalten hat und ohne Kontakt zu einem nachgewiesen Erkranktem oder unbestätigtem Fall war. Er fordert vom Arbeitnehmer die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Muster 1), um die finanziellen Folgen von dessen Abwesenheit abzufangen. Kann ich den Patienten krankschreiben?

A: Eine Arbeitsunfähigkeit liegt laut AU-Richtlinie dann vor, wenn der Versicherte auf Grund von Krankheit seine zuletzt vor der AU ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur unter der Gefahr der Verschlimmerung der Erkrankung ausführen könnte oder wenn auf Grund eines bestimmten Krankheitszustandes, der für sich allein noch keine AU bedingt, absehbar ist, dass aus der Ausübung der Tätigkeit für die Gesundheit oder die Gesundung abträgliche Folgen erwachsen, die eine AU unmittelbar hervorrufen. Das Vorliegen eines entsprechenden Krankheitszustandes ist also Voraussetzung für die Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Dies sollte im Einzelfall geprüft werden. Die Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus betrieblichen Gründen des Arbeitgebers ist nicht möglich. 

Q: Kann ich einen beschwerdefreien Patienten krankschreiben, wenn er sich in behördlich angeordneter Quarantäne befindet? Was gilt für beschwerdefreie Patienten mit positivem SARS-CoV-2-Nachweis? Wer ordnet eine Quarantäne an? Coronavirus- Fragen und Antworten der KVN (Stand 17.03.2020, 14.10 Uhr) Seite 3/6

 A: Die Quarantäne wird laut Infektionsschutzgesetz von der zuständigen Behörde angeordnet, hier dem Gesundheitsamt. Wenn bei einem Patienten in behördlich angeordneter Quarantäne keine Symptome bestehen, ist das Ausstellen einer AU-Bescheinigung nicht möglich. Dies gilt auch dann, wenn der Patient positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde. In diesem Fall ist die Entgeldfortzahlung durch den Arbeitgeber über die Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz gesichert. Der Patient reicht dazu den behördlichen Bescheid über die Anordnung der Quarantäne beim Arbeitgeber ein. Der Arbeitgeber wiederum kann sich die Lohnfortzahlung über die zuständigen Behörden, in die Niedersachsen das zuständige Gesundheitsamt, erstatten lassen.

22.03.20: Aufgrund der Corona Pandemie haben wir uns nun entschlossen, die Praxistür geschlossen zu halten und nur eine begrenzte Anzahl von Patienten - nämlich 3 -  in die Praxis zu lassen. Bitte klingeln Sie an der Tür, die Arzthelferin öffnet Ihnen und bittet Sie entweder herein oder fordert Sie auf, noch zu warten oder später zu kommen. Auf diese Art werden wir dem erforderlichen "social distancing" gerecht. Wir bitten um Verständnis für diese Maßnahme.

Des weiteren biete ich ab sofort als Alternative zum Besuch in der Praxis eine Videosprechstunde an. Die Zeiten werden je nach Patientenaufkommen noch bekannt gegeben.

24.03.20: Eine Anleitung, wie Sie über eine Videosprechstunde mit mir in Kontakt treten, finden Sie in der rechten Spalte unter "Aktuelles".

Für Psychotherapiepatienten: Falls Sie aufgrund der Corona Pandemie Befürchtungen haben, in die Praxis zu kommen, können wir zu Ihrem vereinbarten Termin auch über Video in Kontakt treten!

-> Was Sie nachdenklich stimmen sollte: wussten Sie, dass in der Grippesaison 2017/2018 laut Robert-Koch-Institut 28.100 Menschen in Deutschland ihr Leben ließen und 182.000 Menschen labordiagnostisch an einer Grippe erkrankt waren?!

29.03.20: Da bis heute keine Schutzmasken und/oder Schutzanzüge geliefert wurden und die Kassenärztliche Vereinigung zunächst nur Praxen mit nachgewiesenen Covid-19 Fällen versorgt, werden wir weiterhin den Patientenfluss restriktiv behandeln, um uns zu schützen. Das heißt im Einzelnen:

  • mit Beginn des zweiten Quartals wird die Tür weiterhin verschlossen bleiben und nur auf Ihr Klingeln hin geöffnet
  • wir werden nur Patienten, die einen Termin haben, hereinlassen (ausgenommen Notfälle)
  • Patienten für die Akutsprechstunde werden ab 11:30 Uhr nach und nach hineingebeten. D.h., wir werden nur 3 Patienten in der Praxis auf einmal Einlass gewähren (Beachten Sie die geänderten Akutsprechstundenzeiten am Dienstag!)
  • Bestellungen von Rezepten und Überweisungen werden ausschließlich über die folgenden drei Wege möglich sein:

a) Einwurf der Bestellung über den Briefkasten oder

b) Bestellung per Telefon oder

c) per E-Mail 

  • Terminvereinbarungen wie bisher über Telefon oder per E-Mail
  • am ersten Tag (06.04.) nach unserem Urlaub geben Sie uns bitte Zeit, die Bestellungen abzuarbeiten. Rezepte sowie Überweisungen werden wir erst am Folgetag herausgeben!
  • Übergabe von Rezepten und Überweisungen gegen Vorlage der KVK (Versichertenkarte) an der Tür durch eine Mitarbeiterin
  • Patienten mit Infekten (z.B. Erkältung, Magen-Darm) bleiben bitte zuhause und kommen NICHT in die Praxis. Falls Sie eine  Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung benötigen, stellen wir diese Ihnen aus und senden sie zu

04.04.20: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben die Regelung zu telefonischen Krankmeldung von Patienten ausgeweitet: demnach dürfen Ärzte ab sofort Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aufgrund eines Infektes ("leichte Erkrankung der oberen Atemwege") für bis zu 14 Tage ausstellen! Auch dürfen ab sofort Patienten, bei denen der Verdacht auf eine Coronavriusinfektion besteht, arbeitsunfähig geschrieben werden (was noch vor wenigen Wochen nicht möglich gewesen war).

05.04.20: Erfreuliche Nachricht: endlich sind die solange erwarteten Schutzmasken eingetroffen. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihnen morgen die Mitarbeiterinnen mit Schutzmaske entgegen treten.

17.04.20: Mit dem heutigen Tag stoppt Ministerin C. Reimann die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei leichten Atemwegsinfekten auf Telefonnruf. Diese nicht nachvollziehbare Entscheidung lehnen wir als Hausärzte ab! Wir besitzen zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nicht genügend Schutzausrüstung, insbesondere Schutzmasken, um der (steigenden) Anzahl von Coronapatienten entgegen zu treten. Deswegen wird diese Praxis bis auf weiteres Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen auf Telefonanruf erstellen. (siehe Schreiben des Hausärzteverbandes an die Ministerin rechte Spalte)

21.04.20: Nach Protesten der Ärzteschaft hat die niedersächsische Gesundheitsministerin Reimann den Stopp der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen auf Telefonanruf zurückgenommen. Also dürfen Ärzte weiterhin bei leichten Atemwegserkrankungen Krankmeldungen auf einen Anruf hin ausstellen.

Durchseuchung und Herdenimmunität sind aktuell häufig verwendete Schlagwörter. Sie sollen uns vermitteln, dass wir alle durch diese Krise müssen und Antikörper gegen das Virus benötigen. Da durch die alltäglichen Einschränkungen (Abstandsregel, Maskenempfehlung, Ausgehbeschränkungen etc.) die Ausbreitung des Virus verlangsamt wurde, wird diese Herdenimmunität nicht Monate, sondern Jahre brauchen. Denn wenn schätzungsweise 200.000 Menschen in Deutschland infiziert sind, entspricht dies gerade mal 0,25% der Bevölkerung Deutschlands (bei angenommenen 80.000.000 Einwohnern). Eine Herdenimmunität setzt aber eine Durchseuchung von 60-65% voraus, dies entspricht mehr als 48.000.000 Menschen! Es gibt m.E. bisher keinen Politiker, der dies so klar formuliert hat. Herr Spahn spricht zumindest schon von Monaten, was die Einschränkungen betrifft.

27.04.20: Menschen können wenig mit absoluten Zahlen anfangen. Sie brauchen ein Verhältnis. Was nützt uns die Meldung des Robert-Koch-Institut, dass in Deutschland bis zum heutigen Tag 154.175 bestätigte Fälle (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-04-26-de.pdf?__blob=publicationFile)(entsprechen bloß ca. 0,2% der Bevölkerung Deutschlands) mit dem Coronavirus existieren, dass ca. 330.000 Testungen in KW 16 durchgeführt wurden und davon ca. 21% positiv waren (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Testzahl.html)? Noch weniger aussagekräftig wirkt da so manche lokale Zeitung mit der Mitteilung "Im Landkreis 122 Infizierte". Wieviel tatsächlich infiziert sind, weiß keiner, dazu müssten umfangreiche Untersuchungen auch von gesunden Probanden veranlasst werden. Wieviel von den oben erwähnten 122 krank werden, wird im Artikel auch nicht verraten. Alles nur Zahlen, kaum Verhältnisse. Das ist mit ein Grund, weswegen eine große Verunsicherung besteht. Stattdessen können Verhältnisse etwas helfen: Derzeit wird der Anteil der Verstorbenen unter den bestätigten Fällen mit gerade mal 3,7% angegeben. Hiermit kann der Bürger etwas anfangen. Auch, dass 87% der Verstorbenen älter als 70 Jahre waren, im Mittel 82 Jahre. D.h., am häufigsten (nicht immer) ist ein tödlicher Ausgang bei alten Menschen zu finden. Die meisten Infektionen (67%) betrafen jedoch die 15-59 Jährigen. Wichtig: es gibt kein typisches Symptom bei den meisten Patienten (Husten, Fieber, Schnupfen usw.) außer es tritt eine Geruchs - oder Geschmacksstörung auf. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor entsteht durch die noch nicht abgeschlossene Diskussion über die Übertragungswege. Gesichert ist die Tröpfcheninfektion durch Anhusten und Niesen. Alles weitere ist (s. RKI) rein experimentell fraglich: eine Schmierinfektion (über Türgriffe z.B.) oder über Stuhl (fäkal). Zwar scheiden wohl Infizierte bis zu 2 Tage vor Krankheitsbeginn Viren aus. Doch diese müssen ja dann in die  Atemwege gelangen, es reicht nicht aus, die oral aufzunehmen. Zudem ist fraglich, ob diese dann schon vermehrungsfähig sind.

27.04.20: Um sich gegen das Coronavirus langfristig zu schützen, sei das Ziel - so die Wissenschaftler - eine Herdenimmunität zu erreichen. Darunter wird die Beobachtung verstanden, dass ein Keim (Virus, Bakterium usw.) von geimpften bzw. von bereits wieder genesenen Personen durch Antikörperbildung an ungeimpfte nicht übertragen werden kann, weswegen diese automatisch geschützt sind. Bei dem Coronavirus gehen die Wissenschaftler davon aus, dass 60-70% der Bevölkerung die Infektion durchgemacht haben (bzw. geimpft sein) müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Dies entspricht 48. - 56.Millionen Menschen der Bevölkerung Deutschlands! Jetzt erahnen Sie, wie lange uns das Thema beschäftigen wird (nicht Monate, sondern Jahre).

29.04.20: Seit wenigen Tage kursiert im web und in den Medien der Hinweis, man könne sich bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Asthma) von der Maskenpflicht befreien lassen. Es versteht sich von selbst, dass gerade chronisch kranke Menschen (dazu gehören auch Asthmatiker) die jenigen sind, die in Coronazeiten von einer Maske profitieren. Eine ärztliche Befreiung von der Pflicht ist also vollkommen sinnentleert. Eine Gefälligkeitsbescheinigung - so sehe ich dieses gewünschte Attest - wird von der Praxis deshalb nicht unterstützt.

 01.05.20: "If you are healthy, you only need to wear a mask if you are taking care of a person with COVID-19", schreibt die Weltgesundheitsorganisation. Das massenhafte Tragen einer Maske gleicht also eher einer Bevölkerungsneurose, die Sinnhaftigkeit ist in Frage zu stellen. Denn jeder Mitmensch steht jetzt unter Generalverdacht. Ca. 176.000 Menschen leben im Landkreis Gifhorn. Allerzeitung: "125 Infizierte, 4 Tote". Rechnen Sie sich mal aus, wie hoch die statistische Wahrscheinlichkeit ist, sich bei einem dieser Infizierten anzustecken? Die Wahrscheinlichkeit ist sehr, sehr, sehr gering. Da schließlich von den Infizierten nicht alle krank werden, sinkt zusätzlich die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung. Das macht es nicht einfacher, sondern komplizierter. In der Folge müssten Sie die Maske über viele, viele Jahre (nicht nur Monate) durchgehend tragen und bloß nirgends vergessen. Aber dann auch bitte richtig handhaben! Jeder zweite greift nämlich vorne an die störende Maske. Das Virus hätten Sie dann potentiell an den Fingern und schließlich verteilen Sie es eifrig. Sie können dieses Wahrscheinlichkeitsspiel ad adsurdum führen, letztendlich werden 60-70% der Bevölkerung sich infizieren müssen (!) oder geimpft, um einen zeitlich begrenzten Schutz zu erreichen. Zeitlich begrenzt, weil das Virus wie auch andere Viren mutieren wird und so der Impfstoff dem neuen Coronavirus angepasst werden muss (wie bei den jährlichen Impfungen gegen Grippe). Die Maske kann allenfalls eine Verzögerung der Infektion erreichen, sie kann sie eben nicht verhindern!

Bevölkerungsneurose: Typisch für eine Angststörung (früher Angstneurose) ist die generelle Überschätzung des Risikos, zu erkranken oder zu versterben. So gehen sie nicht vor die Tür, weil sie sich anstecken, vom Auto überfahren oder vom Dachziegel erschlagen werden könnten. Wenn eine ganze Bevölkerung angeblich aus Sicherheitsgründen (Sie werden sowieso in den nächsten Monaten und Jahren infiziert oder geimpft) eingesperrt wird und die Deutschen es auch noch in dem Gehorsam übertreiben, dann sehe ich keine Verhältnismäßigkeit mehr, das verdient den Namen Neurose. Eine ganze Nation auf die Couch, das stellen Sie sich mal vor. Frau Merkel, Herr Spahn, Herr Drosten: Sie kriegen bei mir besondere Konditionen, weil Sie es besonders nötig haben :-)))

02.05.20: Das Deutsche Ärzteblatt veröffentlichte kürzlich eine Untersuchung, in der 50 an Covid-19 erkrankten Patienten im Klinikum Aachen behandelt wurden. Alle Patienten wiesen Vorerkrankungen auf. 24 Patienten mit schwerem Lungenversagen (ARDS) mussten beatmet werden, 26 Patienten atmeten selbständig, waren aber sauerstoffpflichtig. Die Autoren stellen fest, dass bei den meisten der Erkrankten respiratorischen Vorerkrankungen (z.B. COPD, Asthma) bestanden (58%) und/oder diese übergewichtig/adipös waren (83%). 7 Patienten waren zum Ende der Untersuchung (Beobachtungszeitraum 6-7 Tage) verstorben: 4 Patienten mit ARDS. Todesursache: Multiorganversagen. 3 Patienten ohne ARDS. Todesursache: Ateminsuffizienz. Die Ergebnisse sollten - so die Autoren - in einer Studie an einem größeren Kollektiv bestätigt werden.

Die Datenlage über Corona ist bis heute schwierig, weil sie häufig widersprüchlich und nicht wegweisend ist. Es gibt einzelne kleinere Untersuchungen (wie oben), auch was die Behandlung mit einem Medikament (Remdesivir) betrifft, doch die Ergebnisse müssen in randomisierten Studien (und die brauchen vor allem Zeit) noch bestätigt werden. Es ist erstaunlich, wie sehr auch die Presse/Medien Desinformation betreibt.

Kritische Stimmen:
1) Pathologe Prof. Klaus Püschel https://www.youtube.com/watch?v=44tTKSkTt1w

2) Virologe Prof. Hendrik Streeck https://www.youtube.com/watch?v=mMGEWZ5uENs

3) Infektionsepidemiologe Prof. Sucharit Bhakdi https://www.youtube.com/watch?v=dwJSNPz_8uk

08.05.20: Nun steht die erste deutsche Studie über das Coronavrius der Öffentlichkeit zur Verfügung:  https://www.uni-bonn.de/neues/111-2020

Vom 30. März bis 6. April wurde unter der Leitung des Virologen Prof. Hendrik Streeck eine Studie über die Häufigkeit von Infektionen durch das Coronavirus durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 919 Personen in der Stadt Gangelt im Kreis Heinsberg untersucht. Ziel war, die Dunkelziffer von Infizierten Personen (also die Menschen, die zwar infiziert waren, aber aus unterschiedlichen Gründen - z.B. nur geringe Beschwerden - nicht gemeldet wurden) herauszufinden und die Infektionssterblichkeitsrate (wieviele Personen, die infiziert sind, sterben?) des Coronavirus zu bestimmen. Ergebnisse: die Studie zeigt, dass die Zahl der Infizierten um den Faktor 5 höher liegt als die offiziell gemeldeten Infizierten (sogenannte Dunkelziffer). Sie zeigt weiterhin, dass die Sterblichkeit und damit die Gefährlichkeit des Virus überschätzt wurde (wie bereits Kritiker Ende März kundtaten). Die Infektionssterblichkeitsrate liegt der Studie zufolge bei gerade mal 0,37%. Auch zeigt die Untersuchung, dass ca. 20% der infizierten Personen keine Beschwerden zeigen! Anmerkung: wie wir wissen, sind Menschen im ganz Deutschland unterschiedlich getestet und gemeldet worden. Das Ergebnis lässt sich nicht unbedingt auf alle Kreise und Städte übertragen. Des weiteren muss angemerkt werden, dass die Zahl der untersuchten Personen noch zu gering ist, um ein endgültiges Ergebnis zu präsentieren. Studien mit 10.000 Personen sind bedeutend aussagekräftiger. Allerdings fühlte sich wohl der Gesetzgeber nebst Robert-Koch-Institut nicht in der Lage, bereits in der Anfangsphase der Virus Pandemie eine Studie in die Wege zu leiten.

Hier ein Link über die Belegung von Intensivbetten in Deutschland (von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv - und Notfallmedizin (DIVI) zur Verfügung gestellt), wie "ernst" die Lage wirklich ist (Anmerkung: sie war es zu keiner Zeit): https://www.divi.de/images/Dokumente/Tagesreport_Intensivregister_PDF/DIVI-Intensivregister_Tagesreport_2020_05_08.pdf

08.05.20: Im Rahmen der "Lockerungsmaßnahmen" dürfen immer mehr Arbeitnehmer wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Da chronisch kranke Patienten ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer möglichen Covid-19 Erkrankung haben, sind diese bisher in manchen Unternehmen von der Rückkehr an ihren Arbeitsplatz befreit. Der Arbeitgeber verlangt in diesem Fall einen Nachweis darüber, ob eine chronische Erkrankung vorliegt. Doch dem scheint aktuell nicht genug: wie von Patientenseite mitgeteilt, würden nun Arbeitnehmer darlegen müssen, wie schwer ihre chronische Erkrankung sei und danach würde der Arbeitgeber eine Entscheidung treffen. Abgesehen davon, dass Sie nicht verpflichtet sind, ihrem Arbeitgeber Informationen über die Art der Erkrankung Preis zu geben, wird empfohlen, vom Arbeitgeber den Nachweis einzufordern, der belegt, dass der Schweregrad Ihrer chronischen Erkrankung Einfluss auf die Schwere der möglichen Covid-19 Infektion hat (der ist allenfalls hypothetisch).

12.05.20: Corona Zeiten werden uns noch lange beschäftigen. Trotzdem werden wir ab Montag, 18.05.20 die Praxistür wieder geöffnet haben. Sie brauchen dann nicht mehr zu klingeln. Aber: die Patienten, die zur Blutentnahme kommen, an die Anmeldung herantreten oder im Wartezimmer Platz nehmen, tragen bitte einen Nasen-Mund-Schutz!

09.06.20: Ich möchte den Hinweis vom 12.05. nochmals wiederholen: Patienten, die in die Praxis kommen und an die Anmeldung treten bzw. im Wartezimmer Platz nehmen, tragen bitte einen Mund-Nasen-Schutz!

Des weiteren weise ich darauf hin, dass ich keine Befreiungen von der Maskenpflicht (in Geschäften, öffentlichen Verkehrsmittel etc.) ausstelle, da gerade Patienten mit einer chronischen Atemwegserkrankung (COPD, Asthma) durch das Tragen einer Maske besser gegen Corona geschützt zu sein scheinen. Dass das Tragen der Maske für viele Menschen unangenehm ist, ist nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist, dass das niedersächsische Gesundheitsministerium gerade chronisch kranken Menschen die Befreiung anbietet, weil diese Patienten im Falle einer Infektion am schwersten betroffen sein werden (Intensivstation, Beatmungspflichtigkeit etc.). Die Diskussion, die dahinter steckt, ist eine alte: auch zu Beginn der Anschnallpflicht 1976 versuchten Menschen sich aufgrund des unangenehmen Druckgefühls auf den Brustkorb (und der damit "erschwerten" Atmung und Beklemmungsgefühl) von der Gurtpflicht befreien zu lassen. Heute diskutiert keiner mehr darüber.

27.06.20: Schnelltests im Sinne von Antikörpertests zum Nachweis einer möglicherweise stattgehabten Infektion mit dem Coronavirus führt die Praxis aus folgenden Gründen NICHT durch:

1)Stellungnahme der Kassenärztlichen Vereinigung:

Es gibt derzeit keinen „Schnelltest“, mit dem das Coronavirus zuverlässig nachgewiesen werden kann. Aktuell vermarktete „Schnelltests“ suchen nicht nach Erregern, sondern nach Antikörpern. Antikörper sind bei Virusinfektionen meist frühestens eine Woche nach Erkrankungsbeginn nachweisbar, in der Regel sogar erst nach 14 Tagen. Nach Einschätzung von Experten ist zudem völlig ungeklärt, ob ein positiver Antikörpertest nicht durch eine frühere Infektion mit einem anderen Coronavirus verursacht sein könnte. Daher ersetzt der „Schnelltest“ nicht den Erregernachweis durch einen PCR-Test aus einem (Rachen-)Abstrich: Nur der Nachweis von SARS-CoV-2 selbst lässt zuverlässig den Rückschluss zu, dass eine Person zum Zeitpunkt der Untersuchung auch infiziert ist.

2)Außerdem ist noch ganz ungeklärt, ob der Nachweis von Antikörpern im Blut gleichbedeutend mit einer Immunität gegen das Virus ist!

06.08.20: Beschwerdefreie Reiserückkehrer dürfen sich seitdem 01.08.20 auf Wunsch auf Corona testen lassen, so das Bundesgesundheitsministerium. Deswegen werden aktuell die erst vor kurzem geschlossenen Testzentren wieder eröffnet. Vorgehen:

  • Empfehlenswert ist, dass Sie vor dem Aufsuchen unserer Praxis Ihren Wunsch nach einem Coronatest telefonisch ankündigen, damit wir dann umgehend eine Laborüberweisung vorbereiten können. Umgehend heißt hier, soweit die Kapazitäten vorhanden sind. Uns ist bewusst, dass Sie innerhalb von 72 Stunden nach Verlassen des Urlaubsortes getestet werden sollten. Die Erfahrung zeigt hier aber, dass die Testzentren und auch die Praxen Vorlaufzeit benötigen
  • Aufsuchen der Praxis, Einlesen der Versichertenkarte
  • Aushändigung der Laborüberweisung zur Vorlage im Testzentrum
  • Anruf durch die Praxis im Testzentrum und Terminvergabe. Weitergabe des Termins an den Reiserückkehrer

Sie verlassen also die Praxis mit Laborüberweisung und Termin im Testzentrum. Das Testzentrum befindet sich wie bisher in

38110 Braunschweig, An der Petrikirche 1

Das Zeitfenster für den Abstrich ist kurz, weswegen Sie dort unbedingt pünktlich erscheinen sollten.

14.08.20: Reiserückkehrer dürfen nun direkt unter www.kvn.de und "Patienten" einen Termin im Testzentrum Braunschweig online buchen und brauchen keine umständliche Terminvermittlung über die Praxis mehr.

11.09.20: Für alle Reiserückkehrer: wie jetzt der Gesetzgeber beschlossen hat, werden die Testzentren (u.a. in Braunschweig) zum 15.09.20 wieder geschlossen.