Ansgar Hantke

allgemeinmedizinisch-psychotherapeutische Praxis

Öffnungszeiten

Vom 15. - 23. November ist die Praxis geschlossen.

Am 24. und 25. November ist die Praxis ist geöffnet, es findet jedoch keine Sprechstunde statt.Sie können Rezepte und Überweisungen bestellen sowie Termine vereinbaren.

Vertretung für die o.g. Zeiträume übernimmt die Praxis Dres. Balck, Gifhorner Straße 1, 38527 Meine, Tel.: 05304/91910. Es wird ausdrücklich darum gebeten, sich vor Inanspruchnahme telefonisch anzumelden!      


 

Montag bis Donnerstag 08:00 - 12:00 Uhr
Dienstag    16:00 - 18:00 Uhr

Mittwoch Telefonsprechstunde

12:30 - 13:00 Uhr

Patienten OHNE Termin und mit akuten Beschwerden kommen bitte zwischen 11:30 und 12:00 Uhr (montags, mittwochs und donnerstags) oder Dienstagnachmittag zwischen 17:00 und 18:00 Uhr in die Akutsprechstunde 

ACHTUNG: während der Akutsprechstunde bespreche ich keine Befunde (Facharztberichte etc.) mehr. Dafür lassen Sie sich bitte einen regulären Termin (Sprechstunde, Telefonsprechstunde) geben oder schreiben eine E-Mail.

Wie schon in anderen Beiträgen von mir erwähnt, ist die von der Politik anvisierte Herdenimmunität eine Illusion. Das Ziel, Herdenimmunität zu erreichen ist allenfalls dafür geeignet, den Menschen Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pandemie zu machen. Die Kehrseite ist jedoch, dass die Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen unter Druck geraten. Als Psychotherapeut beschäftige ich mich gerade mit den „dunklen“ Seiten des Menschen, mit dem, was er als moralisch verwerflich erlebt, was für ihn gesellschaftlich verpönt ist. Ich halte es deswegen für durchaus möglich, dass die primäre Absicht der Politik eine Schuldzuweisung und Bestrafung der Ungeimpften sein kann und nicht "Das Hoffnung machen"!

Das RKI selbst veröffentlichte vor kurzem die

verschiedenen Faktoren bei SARS-CoV-2, die die Vorstellung einer „Herdenimmunität“ mit dem Ziel einer Elimination oder sogar Eradikation des Virus unwahrscheinlich“ machen:

• Immunitätsungleichheiten in der Bevölkerung: demografisch, geografisch, sozio-ökonomisch

• Erneute Infektionsimporte aus dem Ausland (z.B. durch Auslandsreisen) und nachfolgende Etablierung von Transmissionsketten im Inland; (Transmission bedeutet "Übertragung")

• Die zunehmende Öffnung von Settings mit den höchsten Transmissionswahrscheinlichkeiten (Feiern in privaten oder Veranstaltungsräumen sowie in Bars, Clubs mit höheren Personenzahlen im Innenraum);

• Saisonalität; (insbesondere während der kalten Jahreszeit)

• Eine Kontakterhöhung in Richtung des prä-pandemischen Niveaus; (heißt: Kontakt wie er vor Corona bestanden hat)

• Eine mögliche Reduktion der Impfeffektivität durch neue Varianten; (Impfungen sind durch neue genetisch veränderte Coronaviren nicht mehr so wirkungsvoll)

• Eine mögliche Reduktion der Impfeffektivität vor allem in der älteren Bevölkerung aufgrund schwächerer Immunität oder schwindender Immunität (Immunoseneszenz, „Waning Immunity“, Impfdurchbrüche) – Notwendigkeit einer Impfauffrischung;

• Eine Ausbreitung neuer Varianten mit höherer Übertragbarkeit oder einer Immune-Escape-Variante; (warum können die nicht "Deutsch" schreiben? Übersetzt heißt dies bloß, dass bestimmte leichter übertragbare Virusvarianten nicht rechtzeitig vom Immunsystem erfasst werden und deswegen großen Schaden anrichten können)

• Ein Anstieg der Untererfassung der Infektionen im Meldewesen durch den erwartbar nachlassenden Nachweis von SARS-CoV-2 in bestimmten Altersgruppen (Rückgang von PCR-Testungen).

Spannend diesbezüglich ist, dass das RKI mittlerweile den Begriff Herdenimmunität meidet und dafür eher von "Grundimmunität" spricht!

Was gerade in Deutschland und anderen europäischen Staaten (z.B. Frankreich) seit Beginn von Corona von statten geht, erscheint schier unglaublich. Die Gesellschaften werden gespalten. Gespalten in die, die Covid-19 als bedrohlich erleben und die, die es nicht tun. Dieses Phänomen ist rational kaum fassbar und doch hat es einen Namen: Angst. Die einen haben große Angst vor einer Infektion, die anderen vor den Maßnahmen, die Regierungen daraus ableiten. Und die Medien spielen dabei eine ganz erhebliche Rolle. Spätestens seit Donald Trump sind "Fake News" salonfähig geworden. Es ist nicht mehr wichtig, ob etwas zutrifft oder nicht. Es wird einfach behauptet und schon wird es als Wirklichkeit deklariert. So titelte kürzlich einer der hiesigen Zeitungen: "Herdenimmunität fast erreicht" (bezog sich auf bestimmte Landkreise (wie Osnabrück) in Niedersachsen mit hoher Impfquote (>80%)). Ein Blick in die "ControlCOVID Strategie zur Vorbereitung auf den Herbst/Winter 2021/22" des RKI vom 14.09.21 verrät unter Punkt 4: "Aufgrund verschiedener Faktoren ist bei SARS-CoV-2 die Vorstellung einer „Herdenimmunität“ mit dem Ziel einer Elimination oder sogar Eradikation des Virus unwahrscheinlich" und führt Gründe dafür auf (s. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/ZS/Pandemieplan_Strategien.html). Trotzdem halten Regierungen und Medien an der Illusion "Herdenimmunität" fest, machen daraus gar ein Politikum. Sie dient letzt endlich dem Zweck, Druck auf die auszuüben, die nicht bereit sind, sich impfen zu lassen. Ganz gleich, weswegen nicht. Menschen verstehen wollen oder versuchen, sie zu verstehen – das war gestern. So werden die Bürger und Bürgerinnen aktuell in "Geimpfte" und "Ungeimpfte" gespalten und die Politik meint tatsächlich, damit Gutes bewirken zu wollen. Sie unterstützt die in der Gesellschaft sich formierende Tendenz, einen Schuldigen zu suchen. Schon 2020 vermittelte diese Politik ein Klima, das dem Bürger die Schuld zuwies. So wollten trotz Lockdown zum Ende 2020 die Zahlen der Neuinfektionen zunächst nicht fallen. Wer auf den Zug der Regierenden aufsprang sah schnell das Problem in den Mitmenschen. Ein wichtiger Punkt in der "Pathologie" des Spaltungsprozesses! Dass Regierungen Fehler machen können, und zwar schwere, oder falsch liegen können, dies zu denken, bedarf scheinbar viel Mut. Wer diesen Mut nicht hat oder nicht rechtzeitig erkennt, dass die Politik mächtig daneben liegen kann, obliegt schnell einem Denkfehler: des "Authority bias" , der die Neigung beschreibt, alles zu glauben und alles als bare Münze zu nehmen, was Autoritäten behaupten: "die da oben werden es schon richten". Die Folgen sind durchaus problematisch, denn die Menschen untereinander trauen sich nicht mehr, was das "social distancing" (von der Politik gewünscht) befeuert, Gesellschaften driften auseinander. Ganz im Gegensatz zu Schweden, wo eine Politik herrscht, die an die Eigenverantwortung der Bürger und Bürgerinnen appelliert. Offensichtlich ist das auch möglich, doch bedarf es einiger Voraussetzungen, die Deutschland nicht bietet. So ist in Deutschland eine Diskussion um das Thema Impfung fast unmöglich, weil immer emotional geladen (aufgrund der Angst). Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen wird häufig vorgeworfen, dafür verantwortlich zu sein, dass es keine Herdenimmunität gibt, die Intensivstationen voll sind und deswegen die Einschränkungen der Bürger nicht aufgehoben werden können. Mit moralischem Zeigefinger wird auf die Ungeimpften gezeigt, als ob sie Aussätzige wären. Das Hotel – und Gaststättengewerbe u.a. plant, Ungeimpfte vom gesellschaftlichen Leben auszuschließen. Die Politik behauptet, sie führe keine Impfpflicht ein, doch braucht sie das auch nicht. Durch das stetige Klima der Angst sorgt sie indirekt dafür, dass Unternehmen zu Maßnahmen greifen, die rational nicht mehr nachvollziehbar sind. Wenn Getestete nicht mehr erwünscht sind, weil sie nicht geimpft sind, gleichzeitig aber Geimpfte Zutritt haben, obwohl sie auch infektiös sein können, so entbehrt das jeglicher Logik. Tests haben eine Wahrscheinlichkeit, falsch negativ auszufallen (und damit infektiös zu sein), Geimpfte haben eine Wahrscheinlichkeit, trotz Impfung infektiös zu sein. So dürfte nur noch eine Absicht hinter dieser "2G" Regel stecken: Menschen für ihre konträre Haltung zu Impfungen gegen Covid-19 zu bestrafen. Dies ist keine Politik auf gleicher Augenhöhe. Dies ist eine Politik der Entwertung, keine, die das Selbstbestimmungsrecht als höchstes Gut achtet.

Im Rahmen der Digitalisierung besteht seit 01. Juli 2021 für Hausärzte die Pflicht, auf Wunsch des Patienten für diesen eine elektronische Patientenakte (ePA) anzulegen. Das heißt, jeder Patient, der so eine ePA haben möchte, darf zu seinem Hausarzt gehen und dies von der Praxis verlangen. Seit Januar diesen Jahres besteht bereits - nach den Wünschen von Herrn Spahn - diese Möglichkeit. Interessanterweise hat sich allerdings bis heute kein einziger Patient in der Praxis bezüglich ePA erkundigt. Das dürfte daran liegen, weil viele nicht wissen, warum sie das tun sollten. Die meisten Patienten (Umfrage 2018: 80%) sind nämlich mit der medizinischen Versorgung durch ihren Hausarzt zufrieden.Nun könnten Sie annehmen, dass sich das fehlende Interesse nur in unserer Praxis niedergeschlägt. Weit gefehlt - Sie aber wissen, warum Sie so eine elektronische Patientenakte anlegen sollten? Nein? Nun, ich auch nicht. Herr Spahn erhofft sich durch die ePA mehr Sicherheit und Verbesserung in der medizinischen Versorgung. Sagt er. Nun ja, was er nur zögerlich hinzufügt ist, dass er die Daten zu Forschungszwecken nutzen möchte. Sozusagen, ohne Sie zu fragen. Natürlich alles freiwillig. Nicht ganz. Der Sachverständigenrat (SVR) hat ihm nun aufgrund des fehlenden Interesses des Bürgers empfohlen, mittels Opt-out Verfahren die Einführung der ePA voranzutreiben.  Dann stimmen Sie auch ohne bewusste Zustimmung zu. Opt-out bedeutet, dass davon ausgegangen wird, dass sie Interesse haben. Beispiel: Das Einwerfen von Werbung in Ihren Postkasten wurde auch durch ein Opt-out Verfahren eingeführt: Der Gesetzgeber geht schlichtweg davon aus, dass Sie Werbung haben wollen. Was Sie dagegen tun können: Aktiv widersprechen! Ansonsten wünscht sich der SVR ein doppeltes Opt-out Verfahren. Dies bedeutet wiederum, dass schon mit der Geburt eine ePA angelegt wird und die Eltern dem nicht (!) widersprechen können. Das Kind kann erst mit dem 18. Lebensjahr aktiv widersprechen. Bis dahin sind seine Daten allerdings gesammelt.

Wichtiger Hintergrund: Frankreich war bei einem ähnlichen Projekt mit Opt-in gescheitert. Zu wenig Bürger hatten dieses Projekt befürwortet. Nach meiner Kenntnis will nun Frankreich quasi mittels Opt-out die Zustimmung der Bürger umgehen.

Was ist der Haken? Daten, meine lieben Leser. Daten, Daten, Daten. Wir Ärzte brauchen diese vielen unselektierten Daten überhaupt nicht. Auch was Ihre medizinische Versorgung betrifft, brauchen wir die meisten Daten nicht. Im Gegenteil: wir haben jetzt schon zu viel des Guten. Was muss ich mich durch die Berichte "ackern", um endlich das, was ich brauche, gefunden zu haben. Selbst die Forschung braucht nur marginales Datenmaterial. Aber wer Daten hat, der hat eben auch Macht. Es geht also schlichtweg um den gläsernen Patienten. Sie werden vorhersehbar und damit manipulierbar. Wollen Sie z.B. regelmäßig Schreiben zur Gewichtsreduktion, Rauchentwöhnung oder Entspannungsübungen Ihrer Krankenkasse erhalten, weil sie übergewichtig oder depressiv sind oder an einer Angststörung leiden oder rauchen? Am besten gleich noch mit dazugehörigen Leistungserbringern wie Kliniken oder Therapeuten. Was ist, wenn Sie das Angebot ablehnen? Wie oft werden Sie dann "tracktiert", um endlich nachzugeben und das durchführen, was Sie eben nicht wollten? Selbst die Befürworter von "Digital health" geben zu: "Ein weiterer wichtiger und schwerwiegender Faktor ist das Thema Datenschutz. Im Gesundheitsbereich werden sehr persönliche und sensible Daten verarbeitet und gespeichert. Diese auf einer zentralen Plattform für viele Leute zugänglich zu machen kann durchaus zu Problemen führen. Allerdings muss hier eine Abwägung zwischen Risiko und Nutzen getroffen werden. Gerade wenn es um eine allgemeine Unterstützung von präventiven Behandlungen und Big Data insgesamt geht, können diese Daten aber auch ohne einen Bezug zu der betroffenen Person gespeichert werden. Hier werden Kompromisse notwendig sein".

Wenn ich Sie zum Nachdenken gebracht habe, dann lesen Sie vielleicht mal im Buch "künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens" von Richard David Precht, einen relativ populären Philosophen unserer Zeit. Das Gesetzesvorhaben dient meines Erachtens - wie viel bei Herrn Spahn - der eigenen Profilierung. Wollen Sie mitdiskutieren? Dann schreiben Sie mir!

1)Wie Sie meinen vielen kritischen Beiträgen entnehmen können, sehe ich die von der
Politik getroffenen Entscheidungen (Impfung, Testen etc.) mit großer Skepsis. Dem
Virus SARS-CoV2 sollten wir nicht mit Angst, sondern mit Respekt begegnen. Die
verwirrende, widersprüchliche und polarisierende Politik der Bundesregierung um
das Thema Testen und Impfen hat bereits jetzt viel Schaden hinterlassen: sie schafft
eine Atmosphäre großer Verunsicherung und Verdächtigungen bis hin zur Panik.
Dabei wissen wir schon, wer ein „stark erhöhtes Risiko für einen schwerwiegenden
Verlauf“ hat, weil die Risikofaktoren bereits bekannt sind
(https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/JoHM_S2_2021_Risikogruppen_COVID_19.pdf?__blob=publicationFile). Den betroffenen Personengruppen sollte es jedoch
entsprechend ihrer Eigenverantwortung überlassen bleiben, sich zu schützen, ob
durch die empfohlenen persönlichen Maßnahmen und/oder durch das Impfen. Die
seit Dezember 2020 zur Verfügung stehenden Impfstoffe zeigen teilweise grandios
anmutende und ermutigende Ergebnisse (s. New England Journal of Medicine –
Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer). Das darf allerdings nicht darüber
hinwegtäuschen, dass diese Impfstoffe erst seit relativ kurzer Zeit auf dem Markt sind
und sich in deren langfristigen Anwendung/Auswirkung/Wirkung/Nebenwirkung noch
nicht bewährt haben. Wie bei allen Arzneimitteln bedarf es Zeit. Diese stand aber –
aufgrund politischen Drucks und den damit verbundenen Versprechungen – nicht
ausreichend zur Verfügung. So einen Impfstoff vermag ich nicht mit einem
ausreichend gutem Gefühl verimpfen. Und dies bezieht sich auf alle Impfstoffe, die derzeit gegen SARS-CoV2 zur Verfügung stehen (BioNTech, Moderna, AstraZeneca, Johnson).
2)Der Aufwand, der mit der Impfung verbunden ist, ist
unverhältnismäßig hoch (u.a. Anmischen der Substanzen, Verimpfen des Impfstoffes
in bestimmter Frist, Einbestellung der Impfwilligen, Beobachtungszeit, tägliche Meldung über Anzahl der Impfungen usw.). Als Praxis haben wir uns deshalb entschlossen, Impfwillige an Praxen, die impfen, zu verweisen.

Die Risiken für einen schwerwiegenden Verlauf einer Covid-19 Infektion:

1)Das Alter scheint der Hauptrisikofaktor zu sein. Entsprechend trifft Covid-19 insbesondere Betagte schwer

2)Männliches Geschlecht: unabhängig von den anderen Risikofaktoren scheinen Männer besonders betroffen

3)Da das Corona Virus die Endothelzellen (das sind die Zellen der Innenhaut jedes Blutgefäßes) befällt, sind es vor allem folgende chronische Erkrankungen, die für das Risiko ausschlaggebend sind:

  • -Arteriosklerotische Gefäßveränderungen mit den Folgen Schlaganfall, Herzinfarkt, verengte Herzkranzgefäße, verengte Blutgefäße der Beine/Arme
  • -COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung "Raucherbronchitis")
  • -Niereninsuffizienz (Nierenschwäche)
  • -Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • -Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • -Adipositas per magna (Fettsucht)

Es versteht sich von selbst, dass mehrere dieser Erkrankungen das Risiko stark erhöhen. Wichtig sei noch die Anmerkung, dass ein gut eingestellter Diabetes oder eine gut eingestellte Herzinsuffizienz besser für den Verlauf der Infektion ist als unzureichend eingestellte Erkrankungen.

Asthmatiker können erstmal durchatmen: sie haben nur ein minimal erhöhtes Risiko. Auch hier gilt: ein gut eingestelltes Asthma verbessert die Prognose der Infektion.

Immunsuppressiva: Menschen, die wegen ihres Rheumas, ihrer Schuppenflechte oder aus anderen Gründen Medikamente einnehmen, die auf das Immunsystem wirken, haben kein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Verläufe.

Tumorpatienten: solange die Tumorerkrankung unter Chemotherapie oder Bestrahlung oder anderweitig "unter Kontrolle" ist, steigt das Risiko ebenfalls nicht.

Was wir gerade in der Politik erleben nennt sich Ohnmacht. Ohnmacht der Politik, Ohnmacht der Regierenden, das Virus in den Griff zu bekommen, nein, falsch, die Infektionszahlen! Es geht ja immer nur um Infektionszahlen, die ja auch nicht in Frage gestellt werden, obwohl ein nicht unbeträchtlicher Anteil “falsch positiv” getestet worden sein dürfte (s. Bericht "Über die Wahrscheinlichkeit falsch positiver Corona Testergebnisse"). Oder geht es doch um das Virus? Die Politik sagt: “flatten the curve”, tut aber so, als ob das Virus zu besiegen wäre. Kann sie aber nicht. Mit dem Virus werden wir leben müssen, wohl oder übel. Was signalisieren aber die Regierenden? Da kein Mensch (und noch weniger Frau Merkel und Co) gern Ohnmacht erträgt, versucht er durch Kontrolle i.S. von Regulierungen die Oberhand (über das Virus oder sollte ich besser sagen: über die Angst vor dem Virus?) zu gewinnen. Er tut so, als ob er Macht hätte. Die Macht hat er aber nicht wirklich, weswegen so ganz widersprüchliche "Maßnahmen" angeordnet und wieder aufgehoben werden (z.B. Ausgangssperre). Diese Pseudomacht – wie ich es mal nennen darf – demonstriert der Staat derzeit an seinen Bürgern. Die Menschen merken diese “Zwangsmaßnahmen”, die Bürger reagieren “genervt”. Da die Politik meint, die Menschen im Lande könnten die eigene Verantwortung bezüglich des social distancing nicht tragen, greift sie zu einem außergewöhnlichen rechtlich bedenklichen Werkzeug: der Enthebelung diverser Grundrechte. Begründung: Schließlich ist ja ein Anstieg der Infektionszahlen ein Beleg dafür, dass die Bürger es ohne den Eingriff des Staates nicht schaffen. Ist das verständlich? Anders formuliert: Die Infektionszahlen sinken/steigen abhängig vom Verhalten der Bürger! Noch deutlicher: steigen die Infektionszahlen, ist der Bürger Schuld.

Behauptungen der Regierenden:

1)Die Politik behauptet, der Bürger ist daran Schuld, dass die Infektionszahlen gestiegen sind. Diese Abhängigkeit wird gar nicht diskutiert, noch in Abrede gestellt

2)In der Folge “muss” der Staat “eingreifen” und wieder “für Ordnung sorgen", in dem er z.B. einen “lockdown” ausruft, Grundrechte einschränkt

(Hören Sie auch die teilweise Entmündigung/Bevormundung des Bürgers heraus?)

3)”Mehr desselben”, ein Denkfehler, den Paul Watzlawik (Kommunikationsforscher) noch und nöcher beschrieben hat: Wenn die “Maßnahmen” nicht fruchten, muss einem “lockdown light” ein “harter lockdown” folgen. Und so handelt auch der verantwortungsvolle Bürger: er strengt sich mehr denn je an, die “Maßnahmen” umzusetzen. Und wenn das nicht hilft, muss noch mehr geleistet/getestet werden

 ...ein Strategiewechsel wäre angebracht. Aber dies zu durchdenken setzt voraus, dass man gehört wird. Doch gibt es derzeit weder eine ernstzunehmende Opposition (Grüne, FDP), noch wird auch nur der Ansatz einer Kritik geduldet. Denn Kritiker sind gleich “Querdenker”, “Rechte” oder “Verschwörungstheoretiker”. Nicht das Virus polarisiert, sondern die Regierenden. Das Unverständnis der Politik gegenüber Andersdenkenden ist momentan so groß, dass kein wirklich fruchtbarer Diskurs stattfinden kann. Selbst im renommierten "Deutschen Ärzteblatt" folgt Schlagabtausch dem nächsten Schlagabtausch. Ursache dürfte allein die Angst und Unsicherheit sein. Und die Unsicherheit der Regierenden. Sie haben richtig gelesen! Doch weder Frau Merkel, noch ein Herr Spahn wagen anzusprechen, was eigentlich Not tut: Ihre Unsicherheit. Im Gegenteil, sie suggerieren, sie hätten alles im Griff. Die Folge ist, Macht zu demonstrieren (s.o.). Ihre Pseudomacht schafft zumindest bei den Regierenden momentan das (gute) Gefühl, die Kontrolle zu haben. Ehrlich? Haben sie aber nicht.

Angst ist der schlechteste Motor für eine vernünftige Entscheidung. Angst sorgt dafür, dass nur noch Bestimmtes gesehen, wahrgenommen wird. Angst fokussiert. Alles darum verschwindet. Leider ist dieses in der Evolution des Menschen so sinnvolle Gefühl in der heutigen Welt wenig zielführend. Angst sorgt nämlich für Vermeidung. Vermeidung der Ursache der Angst. Und wie Sie schon richtig daraus hören, dreht es sich aktuell nur noch um Vermeidung. Dabei müsste thematisiert werden, dass als Folge der Vermeidung ein Schaden für die Gesellschaft entsteht. Dieser Diskurs gehört in die Parlamente und unter die Bürger des Landes. Dieser Schaden müsste mit dem Schaden, den wir um "alles in der Welt" vermeiden wollen, nämlich an Covid-19 zu erkranken, abgewogen werden. Im Augenblick wird dieser zweite Schaden (alle Todes- und Krankheitsfälle durch Covid-19, auch Long-Covid) als der größere betrachtet.