Ansgar Hantke

allgemeinmedizinisch-psychotherapeutische Praxis

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag 08:00 - 12:00 Uhr
Dienstag    16:00 - 18:00 Uhr

Mittwoch Telefonsprechstunde

13:00 - 13:30 Uhr

NEU! Patienten OHNE Termin kommen bitte zwischen 11:30 und 12:00 Uhr (montags, mittwochs und donnerstags) oder Dienstagnachmittag zwischen 17:00 und 18:00 Uhr in die Akutsprechstunde 

01.03.20: Angesichts der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV2 haben wir hier einen Link installiert, der Sie mit den nötigen Informationen des Robert-Koch-Instituts versorgt: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Darüberhinaus gelten alle Maßnahmen des Infektionsschutzes, die Sie (wie u.a. in der Grippesaison üblich) einhalten sollten:

https://www.infektionsschutz.de/hygienetipps/

Sollten Sie den Verdacht haben, Sie oder ein Angehöriger könnte infiziert sein (weil Sie Kontakt zu einer infzierten Person gehabt oder sich in einem Risikogebiet befunden haben), bitte NICHT in die Praxis kommen, sondern sich bei dem Gesundheitsamt Gifhorn melden:

Tel. 05371/82-702, Fax: 05371/82-358, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ein begründeter Verdacht besteht, wenn...

1)Sie Beschwerden wie bei einem grippalen Infekt mit/ohne Fieber haben UND Kontakt zu bestätigtem COVID-19-Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn

2)Sie Beschwerden wie bei einem grippalen Infekt mit/ohne Fieber haben UND Aufenthalt in einem Risikogebiet (bestimmte Regionen in China, Iran, Südkorea, Italien) bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn

Des Weiteren ein Mittel gegen die potentielle Hysterie:

  • was häufig ist, ist häufig, was selten ist, ist selten: zu dieser Jahreszeit sind die meisten Menschen mit grippalen Symptomen durch harmlose Viren infiziert und nicht mit dem Coronavirus
  • die meisten Patienten entwickeln durch das Coronavirus nur milde Symptome (Grippeähnlich: Fieber (85%), Husten (80%), Glieder - und Muskelschmerzen, Übelkeit, Durchfall
  • spezielle Schutz-Maßnahmen sind bei a) älteren und alten Menschen sowie bei b) Menschen mit Vorerkrankungen (Herzschwäche, Nierenschwäche, chronische Lungenerkrankung usw.) notwendig. Aber erst, wenn es Verdachtsfälle in der Umgebung gibt
  • in den meisten Fällen (falls ein Verdacht besteht) wird das Gesundheitsamt Sie bitten, 14 Tage zuhause zu bleiben (Quarantäne)
  • das Virus ist außerhalb des Körpers nur zeitlich begrenzt überlebensfähig. Eine Ansteckung findet entweder über direkten Körperkontakt oder durch Anhusten oder Anniesen statt. Darüber hinaus gibt es KEINE bekannten Ansteckungswege (z.B. über unbelebte Produkte wie Koffer, Paket, Brief)
  • Stand 22.03.20: es wird davon ausgegangen, dass nur ca. 60% der Infizierten symptomatisch werden. 40% entwickeln keine Symptome und spielen deshalb bei der Übertragung des Virus keine Rolle!
  • Stand 29.03.20: nach dem RKI sind infizierte Personen etwa schon zwei Tage vor Ausbruch der Symptomatik ansteckungsfähig

06.03.20: Entgegen der vom Gesundheitsamt lautenden Ansicht, der Hausarzt würde bei Verdacht Abstriche auf das Virus nehmen, tun wir dies ausdrücklich nicht! Wir besitzen weder ausreichend Ressourcen (Schutzkleidung, Masken) noch das Potential, einen Schutzraum einzurichten, wo die Person mit Verdacht auf das Coronavirus zwischenzeitlich untergebracht wird.

Zwischenzeitlich ist ein Testzentrum seit dem 06.03.2020 in Braunschweig eingerichtet worden. Dort werden Abstriche genommen. Allerdings müssen Patienten bevor sie sich dort vorstellen von ihrem Hausarzt dort angemeldet werden.

Also Vorgehen:

Anruf beim Hausarzt -> Rückruf durch den Hausarzt -> Klärung, ob begründeter Verdacht -> wenn ja, dann Anmeldung im Testzentrum Braunschweig

15.03.20: Um die Anzahl potentieller Neuinfektionen mit dem Coronavirus zu verringern, dürfen wir Ärzte ab sofort Patienten mit Erkrankungen der oberen Atemwege (z.B. grippaler Infekt) auf telefonischen Anruf hin krank schreiben. Dabei darf die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bis zu einer Woche ausgestellt werden. Rufen Sie also bei einem banalen grippalen Infekt in der Praxis an, kommen Sie bitte NICHT in die Praxis und wir senden Ihnen die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu.

Hintergrund: kaum eine Arztpraxis besitzt ausreichend Schutzmasken und Schutzanzüge. Das Gesundheitsministerium hat nun die Aufgabe, Praxen damit auszustatten. Wann diese umgesetzt wird, steht in den Sternen. Bisher haben wir Ärzte keine Ahnung, wann die Verteilung der wichtigen Güter stattfinden soll. Bis dahin wird versucht, alle potentiell Infizierten an den Praxen vorbei in sogenannte Testzentren (z.B. Braunschweig, An der Petrikirche, Ärztehaus) zu führen.

17.03.20: Betrifft Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung:

Da kein Arzt im Kontakt mit Ihnen zwischen einem banalen Infekt und einer Corona Infektion unterscheiden kann, bitte ich Sie, zuhause zu bleiben und (wie oben angegeben) eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu ordern. Diese werden wir Ihnen dann per Post zusenden. Bitte sehen Sie auch davon ab, Angehörige oder Bekannte zur Abholung zu schicken. Es geht um den Schutz des Arztes! Falls wir Ärzte ausfallen, können wir nicht mehr für die Regelversorgung und noch weniger für die anstehende Krise Ihnen zur Verfügung stehen.

Seit gestern gibt es von Patientenseite u.a. die Bitte, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auszustellen, allein aufgrund der Forderung des Arbeitgebers, sich in Quarantäne zu begeben (z.B., weil der Betroffene Kontakt zu einer Person mit Verdacht auf Coronainfektion gehabt hätte). Entsprechend unserer Dachorganisation - der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN) - kann diesem Wunsch nicht entsprochen werden, weil der Betroffene keine Erkrankungssymptome aufweist. Vielmehr müssten sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber um eine gemeinsame Lösung bemühen.

KVN: siehe auch https://www.kvn.de/internet_media/Startseite/Corona/Coronavirus+_+Fragen+und+Antworten+der+KVN-p-22847.pdf

Auszug aus dem PDF Dokument:

Q: Der Arbeitgeber eines beschwerdefreien Arbeitnehmers will aus Sorge vor COVID-19, dass dieser 2 Wochen nicht in die Firma kommt, obwohl der Arbeitnehmer sich nicht innerhalb eines vom RKI ausgewiesenen Risikogebietes aufgehalten hat und ohne Kontakt zu einem nachgewiesen Erkranktem oder unbestätigtem Fall war. Er fordert vom Arbeitnehmer die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Muster 1), um die finanziellen Folgen von dessen Abwesenheit abzufangen. Kann ich den Patienten krankschreiben?

A: Eine Arbeitsunfähigkeit liegt laut AU-Richtlinie dann vor, wenn der Versicherte auf Grund von Krankheit seine zuletzt vor der AU ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur unter der Gefahr der Verschlimmerung der Erkrankung ausführen könnte oder wenn auf Grund eines bestimmten Krankheitszustandes, der für sich allein noch keine AU bedingt, absehbar ist, dass aus der Ausübung der Tätigkeit für die Gesundheit oder die Gesundung abträgliche Folgen erwachsen, die eine AU unmittelbar hervorrufen. Das Vorliegen eines entsprechenden Krankheitszustandes ist also Voraussetzung für die Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Dies sollte im Einzelfall geprüft werden. Die Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus betrieblichen Gründen des Arbeitgebers ist nicht möglich. 

Q: Kann ich einen beschwerdefreien Patienten krankschreiben, wenn er sich in behördlich angeordneter Quarantäne befindet? Was gilt für beschwerdefreie Patienten mit positivem SARS-CoV-2-Nachweis? Wer ordnet eine Quarantäne an? Coronavirus- Fragen und Antworten der KVN (Stand 17.03.2020, 14.10 Uhr) Seite 3/6

 A: Die Quarantäne wird laut Infektionsschutzgesetz von der zuständigen Behörde angeordnet, hier dem Gesundheitsamt. Wenn bei einem Patienten in behördlich angeordneter Quarantäne keine Symptome bestehen, ist das Ausstellen einer AU-Bescheinigung nicht möglich. Dies gilt auch dann, wenn der Patient positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde. In diesem Fall ist die Entgeldfortzahlung durch den Arbeitgeber über die Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz gesichert. Der Patient reicht dazu den behördlichen Bescheid über die Anordnung der Quarantäne beim Arbeitgeber ein. Der Arbeitgeber wiederum kann sich die Lohnfortzahlung über die zuständigen Behörden, in die Niedersachsen das zuständige Gesundheitsamt, erstatten lassen.

22.03.20: Aufgrund der Corona Pandemie haben wir uns nun entschlossen, die Praxistür geschlossen zu halten und nur eine begrenzte Anzahl von Patienten - nämlich 3 -  in die Praxis zu lassen. Bitte klingeln Sie an der Tür, die Arzthelferin öffnet Ihnen und bittet Sie entweder herein oder fordert Sie auf, noch zu warten oder später zu kommen. Auf diese Art werden wir dem erforderlichen "social distancing" gerecht. Wir bitten um Verständnis für diese Maßnahme.

Des weiteren biete ich ab sofort als Alternative zum Besuch in der Praxis eine Videosprechstunde an. Die Zeiten werden je nach Patientenaufkommen noch bekannt gegeben.

24.03.20: Eine Anleitung, wie Sie über eine Videosprechstunde mit mir in Kontakt treten, finden Sie in der rechten Spalte unter "Aktuelles".

Für Psychotherapiepatienten: Falls Sie aufgrund der Corona Pandemie Befürchtungen haben, in die Praxis zu kommen, können wir zu Ihrem vereinbarten Termin auch über Video in Kontakt treten!

-> Was Sie nachdenklich stimmen sollte: wussten Sie, dass in der Grippesaison 2017/2018 laut Robert-Koch-Institut 28.100 Menschen in Deutschland ihr Leben ließen und 182.000 Menschen labordiagnostisch an einer Grippe erkrankt waren?!

29.03.20: Da bis heute keine Schutzmasken und/oder Schutzanzüge geliefert wurden und die Kassenärztliche Vereinigung zunächst nur Praxen mit nachgewiesenen Covid-19 Fällen versorgt, werden wir weiterhin den Patientenfluss restriktiv behandeln, um uns zu schützen. Das heißt im Einzelnen:

  • mit Beginn des zweiten Quartals wird die Tür weiterhin verschlossen bleiben und nur auf Ihr Klingeln hin geöffnet
  • wir werden nur Patienten, die einen Termin haben, hereinlassen (ausgenommen Notfälle)
  • Patienten für die Akutsprechstunde werden ab 11:30 Uhr nach und nach hineingebeten. D.h., wir werden nur 3 Patienten in der Praxis auf einmal Einlass gewähren (Beachten Sie die geänderten Akutsprechstundenzeiten am Dienstag!)
  • Bestellungen von Rezepten und Überweisungen werden ausschließlich über die folgenden drei Wege möglich sein:

a) Einwurf der Bestellung über den Briefkasten oder

b) Bestellung per Telefon oder

c) per E-Mail 

  • Terminvereinbarungen wie bisher über Telefon oder per E-Mail
  • am ersten Tag (06.04.) nach unserem Urlaub geben Sie uns bitte Zeit, die Bestellungen abzuarbeiten. Rezepte sowie Überweisungen werden wir erst am Folgetag herausgeben!
  • Übergabe von Rezepten und Überweisungen gegen Vorlage der KVK (Versichertenkarte) an der Tür durch eine Mitarbeiterin
  • Patienten mit Infekten (z.B. Erkältung, Magen-Darm) bleiben bitte zuhause und kommen NICHT in die Praxis. Falls Sie eine  Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung benötigen, stellen wir diese Ihnen aus und senden sie zu

04.04.20: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben die Regelung zu telefonischen Krankmeldung von Patienten ausgeweitet: demnach dürfen Ärzte ab sofort Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen aufgrund eines Infektes ("leichte Erkrankung der oberen Atemwege") für bis zu 14 Tage ausstellen! Auch dürfen ab sofort Patienten, bei denen der Verdacht auf eine Coronavriusinfektion besteht, arbeitsunfähig geschrieben werden (was noch vor wenigen Wochen nicht möglich gewesen war).

05.04.20: Erfreuliche Nachricht: endlich sind die solange erwarteten Schutzmasken eingetroffen. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihnen morgen die Mitarbeiterinnen mit Schutzmaske entgegen treten.

17.04.20: Mit dem heutigen Tag stoppt Ministerin C. Reimann die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei leichten Atemwegsinfekten auf Telefonnruf. Diese nicht nachvollziehbare Entscheidung lehnen wir als Hausärzte ab! Wir besitzen zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nicht genügend Schutzausrüstung, insbesondere Schutzmasken, um der (steigenden) Anzahl von Coronapatienten entgegen zu treten. Deswegen wird diese Praxis bis auf weiteres Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen auf Telefonanruf erstellen. (siehe Schreiben des Hausärzteverbandes an die Ministerin rechte Spalte)

21.04.20: Nach Protesten der Ärzteschaft hat die niedersächsische Gesundheitsministerin Reimann den Stopp der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen auf Telefonanruf zurückgenommen. Also dürfen Ärzte weiterhin bei leichten Atemwegserkrankungen Krankmeldungen auf einen Anruf hin ausstellen.

Durchseuchung und Herdenimmunität sind aktuell häufig verwendete Schlagwörter. Sie sollen uns vermitteln, dass wir alle durch diese Krise müssen und Antikörper gegen das Virus benötigen. Da durch die alltäglichen Einschränkungen (Abstandsregel, Maskenempfehlung, Ausgehbeschränkungen etc.) die Ausbreitung des Virus verlangsamt wurde, wird diese Herdenimmunität nicht Monate, sondern Jahre brauchen. Denn wenn schätzungsweise 200.000 Menschen in Deutschland infiziert sind, entspricht dies gerade mal 0,25% der Bevölkerung Deutschlands (bei angenommenen 80.000.000 Einwohnern). Eine Herdenimmunität setzt aber eine Durchseuchung von 60-65% voraus, dies entspricht mehr als 48.000.000 Menschen! Es gibt m.E. bisher keinen Politiker, der dies so klar formuliert hat. Herr Spahn spricht zumindest schon von Monaten, was die Einschränkungen betrifft.

27.04.20: Menschen können wenig mit absoluten Zahlen anfangen. Sie brauchen ein Verhältnis. Was nützt uns die Meldung des Robert-Koch-Institut, dass in Deutschland bis zum heutigen Tag 154.175 bestätigte Fälle (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-04-26-de.pdf?__blob=publicationFile)(entsprechen bloß ca. 0,2% der Bevölkerung Deutschlands) mit dem Coronavirus existieren, dass ca. 330.000 Testungen in KW 16 durchgeführt wurden und davon ca. 21% positiv waren (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Testzahl.html)? Noch weniger aussagekräftig wirkt da so manche lokale Zeitung mit der Mitteilung "Im Landkreis 122 Infizierte". Wieviel tatsächlich infiziert sind, weiß keiner, dazu müssten umfangreiche Untersuchungen auch von gesunden Probanden veranlasst werden. Wieviel von den oben erwähnten 122 krank werden, wird im Artikel auch nicht verraten. Alles nur Zahlen, kaum Verhältnisse. Das ist mit ein Grund, weswegen eine große Verunsicherung besteht. Stattdessen können Verhältnisse etwas helfen: Derzeit wird der Anteil der Verstorbenen unter den bestätigten Fällen mit gerade mal 3,7% angegeben. Hiermit kann der Bürger etwas anfangen. Auch, dass 87% der Verstorbenen älter als 70 Jahre waren, im Mittel 82 Jahre. D.h., am häufigsten (nicht immer) ist ein tödlicher Ausgang bei alten Menschen zu finden. Die meisten Infektionen (67%) betrafen jedoch die 15-59 Jährigen. Wichtig: es gibt kein typisches Symptom bei den meisten Patienten (Husten, Fieber, Schnupfen usw.) außer es tritt eine Geruchs - oder Geschmacksstörung auf. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor entsteht durch die noch nicht abgeschlossene Diskussion über die Übertragungswege. Gesichert ist die Tröpfcheninfektion durch Anhusten und Niesen. Alles weitere ist (s. RKI) rein experimentell fraglich: eine Schmierinfektion (über Türgriffe z.B.) oder über Stuhl (fäkal). Zwar scheiden wohl Infizierte bis zu 2 Tage vor Krankheitsbeginn Viren aus. Doch diese müssen ja dann in die  Atemwege gelangen, es reicht nicht aus, die oral aufzunehmen. Zudem ist fraglich, ob diese dann schon vermehrungsfähig sind.

27.04.20: Um sich gegen das Coronavirus langfristig zu schützen, sei das Ziel - so die Wissenschaftler - eine Herdenimmunität zu erreichen. Darunter wird die Beobachtung verstanden, dass ein Keim (Virus, Bakterium usw.) von geimpften bzw. von bereits wieder genesenen Personen durch Antikörperbildung an ungeimpfte nicht übertragen werden kann, weswegen diese automatisch geschützt sind. Bei dem Coronavirus gehen die Wissenschaftler davon aus, dass 60-70% der Bevölkerung die Infektion durchgemacht haben (bzw. geimpft sein) müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Dies entspricht 48. - 56.Millionen Menschen der Bevölkerung Deutschlands! Jetzt erahnen Sie, wie lange uns das Thema beschäftigen wird (nicht Monate, sondern Jahre).

29.04.20: Seit wenigen Tage kursiert im web und in den Medien der Hinweis, man könne sich bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Asthma) von der Maskenpflicht befreien lassen. Es versteht sich von selbst, dass gerade chronisch kranke Menschen (dazu gehören auch Asthmatiker) die jenigen sind, die in Coronazeiten von einer Maske profitieren. Eine ärztliche Befreiung von der Pflicht ist also vollkommen sinnentleert. Eine Gefälligkeitsbescheinigung - so sehe ich dieses gewünschte Attest - wird von der Praxis deshalb nicht unterstützt.

 01.05.20: "If you are healthy, you only need to wear a mask if you are taking care of a person with COVID-19", schreibt die Weltgesundheitsorganisation. Das massenhafte Tragen einer Maske gleicht also eher einer Bevölkerungsneurose, die Sinnhaftigkeit ist in Frage zu stellen. Denn jeder Mitmensch steht jetzt unter Generalverdacht. Ca. 176.000 Menschen leben im Landkreis Gifhorn. Allerzeitung: "125 Infizierte, 4 Tote". Rechnen Sie sich mal aus, wie hoch die statistische Wahrscheinlichkeit ist, sich bei einem dieser Infizierten anzustecken? Die Wahrscheinlichkeit ist sehr, sehr, sehr gering. Da schließlich von den Infizierten nicht alle krank werden, sinkt zusätzlich die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung. Das macht es nicht einfacher, sondern komplizierter. In der Folge müssten Sie die Maske über viele, viele Jahre (nicht nur Monate) durchgehend tragen und bloß nirgends vergessen. Aber dann auch bitte richtig handhaben! Jeder zweite greift nämlich vorne an die störende Maske. Das Virus hätten Sie dann potentiell an den Fingern und schließlich verteilen Sie es eifrig. Sie können dieses Wahrscheinlichkeitsspiel ad adsurdum führen, letztendlich werden 60-70% der Bevölkerung sich infizieren müssen (!) oder geimpft, um einen zeitlich begrenzten Schutz zu erreichen. Zeitlich begrenzt, weil das Virus wie auch andere Viren mutieren wird und so der Impfstoff dem neuen Coronavirus angepasst werden muss (wie bei den jährlichen Impfungen gegen Grippe). Die Maske kann allenfalls eine Verzögerung der Infektion erreichen, sie kann sie eben nicht verhindern!

Bevölkerungsneurose: Typisch für eine Angststörung (früher Angstneurose) ist die generelle Überschätzung des Risikos, zu erkranken oder zu versterben. So gehen sie nicht vor die Tür, weil sie sich anstecken, vom Auto überfahren oder vom Dachziegel erschlagen werden könnten. Wenn eine ganze Bevölkerung angeblich aus Sicherheitsgründen (Sie werden sowieso in den nächsten Monaten und Jahren infiziert oder geimpft) eingesperrt wird und die Deutschen es auch noch in dem Gehorsam übertreiben, dann sehe ich keine Verhältnismäßigkeit mehr, das verdient den Namen Neurose. Eine ganze Nation auf die Couch, das stellen Sie sich mal vor. Frau Merkel, Herr Spahn, Herr Drosten: Sie kriegen bei mir besondere Konditionen, weil Sie es besonders nötig haben :-)))

02.05.20: Das Deutsche Ärzteblatt veröffentlichte kürzlich eine Untersuchung, in der 50 an Covid-19 erkrankten Patienten im Klinikum Aachen behandelt wurden. Alle Patienten wiesen Vorerkrankungen auf. 24 Patienten mit schwerem Lungenversagen (ARDS) mussten beatmet werden, 26 Patienten atmeten selbständig, waren aber sauerstoffpflichtig. Die Autoren stellen fest, dass bei den meisten der Erkrankten respiratorischen Vorerkrankungen (z.B. COPD, Asthma) bestanden (58%) und/oder diese übergewichtig/adipös waren (83%). 7 Patienten waren zum Ende der Untersuchung (Beobachtungszeitraum 6-7 Tage) verstorben: 4 Patienten mit ARDS. Todesursache: Multiorganversagen. 3 Patienten ohne ARDS. Todesursache: Ateminsuffizienz. Die Ergebnisse sollten - so die Autoren - in einer Studie an einem größeren Kollektiv bestätigt werden.

Die Datenlage über Corona ist bis heute schwierig, weil sie häufig widersprüchlich und nicht wegweisend ist. Es gibt einzelne kleinere Untersuchungen (wie oben), auch was die Behandlung mit einem Medikament (Remdesivir) betrifft, doch die Ergebnisse müssen in randomisierten Studien (und die brauchen vor allem Zeit) noch bestätigt werden. Es ist erstaunlich, wie sehr auch die Presse/Medien Desinformation betreibt.

Kritische Stimmen:
1) Pathologe Prof. Klaus Püschel https://www.youtube.com/watch?v=44tTKSkTt1w

2) Virologe Prof. Hendrik Streeck https://www.youtube.com/watch?v=mMGEWZ5uENs

3) Infektionsepidemiologe Prof. Sucharit Bhakdi https://www.youtube.com/watch?v=dwJSNPz_8uk