Ansgar Hantke

allgemeinmedizinisch-psychotherapeutische Praxis

Öffnungszeiten

Vom 15. - 23. November ist die Praxis geschlossen.

Am 24. und 25. November ist die Praxis ist geöffnet, es findet jedoch keine Sprechstunde statt.Sie können Rezepte und Überweisungen bestellen sowie Termine vereinbaren.

Vertretung für die o.g. Zeiträume übernimmt die Praxis Dres. Balck, Gifhorner Straße 1, 38527 Meine, Tel.: 05304/91910. Es wird ausdrücklich darum gebeten, sich vor Inanspruchnahme telefonisch anzumelden!      


 

Montag bis Donnerstag 08:00 - 12:00 Uhr
Dienstag    16:00 - 18:00 Uhr

Mittwoch Telefonsprechstunde

12:30 - 13:00 Uhr

Patienten OHNE Termin und mit akuten Beschwerden kommen bitte zwischen 11:30 und 12:00 Uhr (montags, mittwochs und donnerstags) oder Dienstagnachmittag zwischen 17:00 und 18:00 Uhr in die Akutsprechstunde 

ACHTUNG: während der Akutsprechstunde bespreche ich keine Befunde (Facharztberichte etc.) mehr. Dafür lassen Sie sich bitte einen regulären Termin (Sprechstunde, Telefonsprechstunde) geben oder schreiben eine E-Mail.

Was gerade in Deutschland und anderen europäischen Staaten (z.B. Frankreich) seit Beginn von Corona von statten geht, erscheint schier unglaublich. Die Gesellschaften werden gespalten. Gespalten in die, die Covid-19 als bedrohlich erleben und die, die es nicht tun. Dieses Phänomen ist rational kaum fassbar und doch hat es einen Namen: Angst. Die einen haben große Angst vor einer Infektion, die anderen vor den Maßnahmen, die Regierungen daraus ableiten. Und die Medien spielen dabei eine ganz erhebliche Rolle. Spätestens seit Donald Trump sind "Fake News" salonfähig geworden. Es ist nicht mehr wichtig, ob etwas zutrifft oder nicht. Es wird einfach behauptet und schon wird es als Wirklichkeit deklariert. So titelte kürzlich einer der hiesigen Zeitungen: "Herdenimmunität fast erreicht" (bezog sich auf bestimmte Landkreise (wie Osnabrück) in Niedersachsen mit hoher Impfquote (>80%)). Ein Blick in die "ControlCOVID Strategie zur Vorbereitung auf den Herbst/Winter 2021/22" des RKI vom 14.09.21 verrät unter Punkt 4: "Aufgrund verschiedener Faktoren ist bei SARS-CoV-2 die Vorstellung einer „Herdenimmunität“ mit dem Ziel einer Elimination oder sogar Eradikation des Virus unwahrscheinlich" und führt Gründe dafür auf (s. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/ZS/Pandemieplan_Strategien.html). Trotzdem halten Regierungen und Medien an der Illusion "Herdenimmunität" fest, machen daraus gar ein Politikum. Sie dient letzt endlich dem Zweck, Druck auf die auszuüben, die nicht bereit sind, sich impfen zu lassen. Ganz gleich, weswegen nicht. Menschen verstehen wollen oder versuchen, sie zu verstehen – das war gestern. So werden die Bürger und Bürgerinnen aktuell in "Geimpfte" und "Ungeimpfte" gespalten und die Politik meint tatsächlich, damit Gutes bewirken zu wollen. Sie unterstützt die in der Gesellschaft sich formierende Tendenz, einen Schuldigen zu suchen. Schon 2020 vermittelte diese Politik ein Klima, das dem Bürger die Schuld zuwies. So wollten trotz Lockdown zum Ende 2020 die Zahlen der Neuinfektionen zunächst nicht fallen. Wer auf den Zug der Regierenden aufsprang sah schnell das Problem in den Mitmenschen. Ein wichtiger Punkt in der "Pathologie" des Spaltungsprozesses! Dass Regierungen Fehler machen können, und zwar schwere, oder falsch liegen können, dies zu denken, bedarf scheinbar viel Mut. Wer diesen Mut nicht hat oder nicht rechtzeitig erkennt, dass die Politik mächtig daneben liegen kann, obliegt schnell einem Denkfehler: des "Authority bias" , der die Neigung beschreibt, alles zu glauben und alles als bare Münze zu nehmen, was Autoritäten behaupten: "die da oben werden es schon richten". Die Folgen sind durchaus problematisch, denn die Menschen untereinander trauen sich nicht mehr, was das "social distancing" (von der Politik gewünscht) befeuert, Gesellschaften driften auseinander. Ganz im Gegensatz zu Schweden, wo eine Politik herrscht, die an die Eigenverantwortung der Bürger und Bürgerinnen appelliert. Offensichtlich ist das auch möglich, doch bedarf es einiger Voraussetzungen, die Deutschland nicht bietet. So ist in Deutschland eine Diskussion um das Thema Impfung fast unmöglich, weil immer emotional geladen (aufgrund der Angst). Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen wird häufig vorgeworfen, dafür verantwortlich zu sein, dass es keine Herdenimmunität gibt, die Intensivstationen voll sind und deswegen die Einschränkungen der Bürger nicht aufgehoben werden können. Mit moralischem Zeigefinger wird auf die Ungeimpften gezeigt, als ob sie Aussätzige wären. Das Hotel – und Gaststättengewerbe u.a. plant, Ungeimpfte vom gesellschaftlichen Leben auszuschließen. Die Politik behauptet, sie führe keine Impfpflicht ein, doch braucht sie das auch nicht. Durch das stetige Klima der Angst sorgt sie indirekt dafür, dass Unternehmen zu Maßnahmen greifen, die rational nicht mehr nachvollziehbar sind. Wenn Getestete nicht mehr erwünscht sind, weil sie nicht geimpft sind, gleichzeitig aber Geimpfte Zutritt haben, obwohl sie auch infektiös sein können, so entbehrt das jeglicher Logik. Tests haben eine Wahrscheinlichkeit, falsch negativ auszufallen (und damit infektiös zu sein), Geimpfte haben eine Wahrscheinlichkeit, trotz Impfung infektiös zu sein. So dürfte nur noch eine Absicht hinter dieser "2G" Regel stecken: Menschen für ihre konträre Haltung zu Impfungen gegen Covid-19 zu bestrafen. Dies ist keine Politik auf gleicher Augenhöhe. Dies ist eine Politik der Entwertung, keine, die das Selbstbestimmungsrecht als höchstes Gut achtet.