Ansgar Hantke

allgemeinmedizinisch-psychotherapeutische Praxis

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag 08:00 - 12:00 Uhr
Dienstag    16:00 - 18:00 Uhr

Mittwoch Telefonsprechstunde

12:30 - 13:00 Uhr

Patienten OHNE Termin und mit akuten Beschwerden kommen bitte zwischen 11:30 und 12:00 Uhr (montags, mittwochs und donnerstags) oder Dienstagnachmittag zwischen 17:00 und 18:00 Uhr in die Akutsprechstunde 

ACHTUNG: während der Akutsprechstunde bespreche ich keine Befunde (Facharztberichte etc.) mehr. Dafür lassen Sie sich bitte einen regulären Termin (Sprechstunde, Telefonsprechstunde) geben oder schreiben eine E-Mail.

Es ist nicht nur ein Krieg der Zahlen, sondern auch der "Fakten". Ein Begriff, den die Politiker und Wissenschaftler zunehmend und gern verwenden. Denn jeder möchte auch seine "Fakten" präsentiert wissen. Nun ist es aber so, dass wir als Hörer oder Seher dieser Information selten die "Machenschaften" hinter der Bühne mitbekommen, die entscheiden, welche Fakten uns dargeboten werden und welche eben nicht. Und das hat auch seinen Grund. Kein Sender, keine Zeitung, kein "neues Medium" möchte, dass man in seine Karten schaut. Denn da sieht es so aus: Ein ganzes Heer von Psychologen sitzt da, und macht sich Gedanken darüber, wie man am werbewirksamsten (in Bezug z.B. auf den Sender oder auf eine Zeitung) den "Kunden" bei Laune oder bei der Stange hält. Heißt übersetzt: wie kann ich mein Gegenüber so manipulieren, dass er zu genau dem Ergebnis kommt oder diese Haltung einnimmt, die ich möchte. Wer dies nicht glaubt und in der heutigen Zeit noch meint, dass ihm "die Wahrheit" gezeigt wird, der möge sich mal dem großen Gebiet des Marketings auseinandersetzen. Er wird erschrocken sein, wie sehr wir in unserer Haltung und unseren Einstellungen bewusst in eine bestimmte Richtung gedrängt werden (https://blog.hubspot.de/marketing/werbeslogans). Das Ganze hat natürlich einen Ursprung. Und der findet sich in der Werbeindustrie. Psychologen wissen nur zu gut, was man unbewusst dem Konsumenten alles vermitteln kann, ohne es je auszusprechen. "Wir lieben Lebensmittel". Natürlich geht es hier nicht um das Lebensmittel als solche. Wie kann man ein Lebensmittel lieben? Nein, beziehen sie das auf sich und fühlen sie mal nach, was tatsächlich "gesagt" wird! Und wenn Sie außerdem noch das Herzklopfen (https://www.wuv.de/marketing/edeka_bringt_das_herz_zum_schlagen) dazu hören, dürften Sie sich hundertprozentig sicher sein: SIE werden geliebt! Und was Schöneres gibt es wohl nicht. Oder? Und das funktioniert und deshalb bekommen wir einmal pro Woche einen Batzen an Werbung in unseren Briefkasten gestopft und behaupten, wir werden dadurch nicht beeinflusst.

Noch ein Beispiel: Probanden wurden Episoden aus Gewaltszenen präsentiert, die so kurz waren, dass sie vom Bewusstsein nicht wahrgenommen wurden. Das Ergebnis: alle reagierten mit ihrer Amygdala, dem Mandelkern, der für unsere Not –, Angst – und Fluchtreaktionen zuständig ist.

 

Nun handelt es sich bei der Corona Pandemie nicht nur um Angst vor dem Virus, nicht nur um die Angst durch die Beeinflussbarkeit von Medien und Politik, sondern – und ich behaupte vor allem – um eine nicht begrenzte Infodemie. Was uns zu schaffen macht ist nicht allein die Folge durch die fortschreitende Ausbreitung von SARS-CoV2. Was uns zu schaffen macht ist die massive Überflutung durch Informationen bzw. Daten. Erstmalig in der menschlichen Geschichte steht uns eine Schwemme von "Fakten" gegenüber, die kein menschliches Auge jemals überpüfen kann, noch wird. Im Jahr 2000 – behaupte ich – hätte es das aktuelle Szenario sehr wahrscheinlich noch nicht gegeben. "Fakten" oder böswillig "alternative Fakten" sind für uns Menschen in dieser Dimension nicht mehr greifbar. Es passiert das, was passieren muss: alle geraten in Panik. Panik ist der Zustand, in dem wir uns befinden, wenn wir auf unseren Mandelkern "reduziert" sind. Unsere Evolution hat leider dem Zwischenhirn (wozu der Mandelkern zählt) mehr Rechte eingeräumt als unserem Großhirn (Cortex). Das heißt: auch wenn wir uns einreden, wir brauchen keine Angst haben, wird unser Zwischenhirn "Angst, Angst" signalisieren. Als wir noch vor dem Löwen wegrannten, hatte das ja auch noch seinen Sinn: bevor ich mein Großhirn eingesetzt habe und mich der Löwe frisst, treibt mich die Angst an und ich laufe den anderen hinterher. Sie hören übrigens hier auch sehr schön den Herdentrieb heraus, der aktuell um sich greift. Er ist im Übrigen der Grund dafür, dass wir uns so schwer zum "Nein" bekennen, wenn die gesamte Umgebung "Ja" ruft.

Mit Vernunft hat das wenig zu tun. Auch, dass alle zur Booster Impfung "rasen", obwohl die, die es nötiger hätten (nämlich die Alten und Kranken) noch kein Booster erhalten haben.

 

Also, was ist zu tun? Bewusst werden, dass wir uns in einer Infodemie befinden, die auch nach einem Ende von Corona nicht aufhören wird! Die Daten und Infos begrenzen! Das meiste, was wir über die Medien erfahren, ist für unseren Alltag nicht wichtig. Sie können z.B. Ihre Tageszeitung auf eine Seite reduzieren, wenn Sie dies beherzigen. TV ausschalten und mit ihrer Familie stattdessen Karten spielen und für Weihnachten etwas Feines basteln. Das ist angesagt!