Ansgar Hantke

allgemeinmedizinisch-psychotherapeutische Praxis

Öffnungszeiten

Die Praxis ist vom 31. Mai - 11. Juni 2021 geschlossen.

Vertretung: Dres. Dünsing, 38442 Wolfsburg-Sülfeld, Damm 3b, 05362/2234. mit der Bitte um vorherige telefonische Anmeldung

Weiterhin ist die Praxis vom 26. Juli - 06. August geschlossen. Vertretung: Dres. Balck, 38527 Meine, Gifhorner Straße 1, Tel.: 05304/91910. Mit der Bitte um vorherige telefonische Anmeldung

 

Montag bis Donnerstag 08:00 - 12:00 Uhr
Dienstag    16:00 - 18:00 Uhr

Mittwoch Telefonsprechstunde

12:30 - 13:00 Uhr

NEU! Patienten OHNE Termin kommen bitte zwischen 11:30 und 12:00 Uhr (montags, mittwochs und donnerstags) oder Dienstagnachmittag zwischen 17:00 und 18:00 Uhr in die Akutsprechstunde 

Die Risiken für einen schwerwiegenden Verlauf einer Covid-19 Infektion:

1)Das Alter scheint der Hauptrisikofaktor zu sein. Entsprechend trifft Covid-19 insbesondere Betagte schwer

2)Männliches Geschlecht: unabhängig von den anderen Risikofaktoren scheinen Männer besonders betroffen

3)Da das Corona Virus die Endothelzellen (das sind die Zellen der Innenhaut jedes Blutgefäßes) befällt, sind es vor allem folgende chronische Erkrankungen, die für das Risiko ausschlaggebend sind:

  • -Arteriosklerotische Gefäßveränderungen mit den Folgen Schlaganfall, Herzinfarkt, verengte Herzkranzgefäße, verengte Blutgefäße der Beine/Arme
  • -COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung "Raucherbronchitis")
  • -Niereninsuffizienz (Nierenschwäche)
  • -Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
  • -Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • -Adipositas per magna (Fettsucht)

Es versteht sich von selbst, dass mehrere dieser Erkrankungen das Risiko stark erhöhen. Wichtig sei noch die Anmerkung, dass ein gut eingestellter Diabetes oder eine gut eingestellte Herzinsuffizienz besser für den Verlauf der Infektion ist als unzureichend eingestellte Erkrankungen.

Asthmatiker können erstmal durchatmen: sie haben nur ein minimal erhöhtes Risiko. Auch hier gilt: ein gut eingestelltes Asthma verbessert die Prognose der Infektion.

Immunsuppressiva: Menschen, die wegen ihres Rheumas, ihrer Schuppenflechte oder aus anderen Gründen Medikamente einnehmen, die auf das Immunsystem wirken, haben kein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Verläufe.

Tumorpatienten: solange die Tumorerkrankung unter Chemotherapie oder Bestrahlung oder anderweitig "unter Kontrolle" ist, steigt das Risiko ebenfalls nicht.

Was wir gerade in der Politik erleben nennt sich Ohnmacht. Ohnmacht der Politik, Ohnmacht der Regierenden, das Virus in den Griff zu bekommen, nein, falsch, die Infektionszahlen! Es geht ja immer nur um Infektionszahlen, die ja auch nicht in Frage gestellt werden, obwohl ein nicht unbeträchtlicher Anteil “falsch positiv” getestet worden sein dürfte (s. Bericht "Über die Wahrscheinlichkeit falsch positiver Corona Testergebnisse"). Oder geht es doch um das Virus? Die Politik sagt: “flatten the curve”, tut aber so, als ob das Virus zu besiegen wäre. Kann sie aber nicht. Mit dem Virus werden wir leben müssen, wohl oder übel. Was signalisieren aber die Regierenden? Da kein Mensch (und noch weniger Frau Merkel und Co) gern Ohnmacht erträgt, versucht er durch Kontrolle i.S. von Regulierungen die Oberhand (über das Virus oder sollte ich besser sagen: über die Angst vor dem Virus?) zu gewinnen. Er tut so, als ob er Macht hätte. Die Macht hat er aber nicht wirklich, weswegen so ganz widersprüchliche "Maßnahmen" angeordnet und wieder aufgehoben werden (z.B. Ausgangssperre). Diese Pseudomacht – wie ich es mal nennen darf – demonstriert der Staat derzeit an seinen Bürgern. Die Menschen merken diese “Zwangsmaßnahmen”, die Bürger reagieren “genervt”. Da die Politik meint, die Menschen im Lande könnten die eigene Verantwortung bezüglich des social distancing nicht tragen, greift sie zu einem außergewöhnlichen rechtlich bedenklichen Werkzeug: der Enthebelung diverser Grundrechte. Begründung: Schließlich ist ja ein Anstieg der Infektionszahlen ein Beleg dafür, dass die Bürger es ohne den Eingriff des Staates nicht schaffen. Ist das verständlich? Anders formuliert: Die Infektionszahlen sinken/steigen abhängig vom Verhalten der Bürger! Noch deutlicher: steigen die Infektionszahlen, ist der Bürger Schuld.

Behauptungen der Regierenden:

1)Die Politik behauptet, der Bürger ist daran Schuld, dass die Infektionszahlen gestiegen sind. Diese Abhängigkeit wird gar nicht diskutiert, noch in Abrede gestellt

2)In der Folge “muss” der Staat “eingreifen” und wieder “für Ordnung sorgen", in dem er z.B. einen “lockdown” ausruft, Grundrechte einschränkt

(Hören Sie auch die teilweise Entmündigung/Bevormundung des Bürgers heraus?)

3)”Mehr desselben”, ein Denkfehler, den Paul Watzlawik (Kommunikationsforscher) noch und nöcher beschrieben hat: Wenn die “Maßnahmen” nicht fruchten, muss einem “lockdown light” ein “harter lockdown” folgen. Und so handelt auch der verantwortungsvolle Bürger: er strengt sich mehr denn je an, die “Maßnahmen” umzusetzen. Und wenn das nicht hilft, muss noch mehr geleistet/getestet werden

 ...ein Strategiewechsel wäre angebracht. Aber dies zu durchdenken setzt voraus, dass man gehört wird. Doch gibt es derzeit weder eine ernstzunehmende Opposition (Grüne, FDP), noch wird auch nur der Ansatz einer Kritik geduldet. Denn Kritiker sind gleich “Querdenker”, “Rechte” oder “Verschwörungstheoretiker”. Nicht das Virus polarisiert, sondern die Regierenden. Das Unverständnis der Politik gegenüber Andersdenkenden ist momentan so groß, dass kein wirklich fruchtbarer Diskurs stattfinden kann. Selbst im renommierten "Deutschen Ärzteblatt" folgt Schlagabtausch dem nächsten Schlagabtausch. Ursache dürfte allein die Angst und Unsicherheit sein. Und die Unsicherheit der Regierenden. Sie haben richtig gelesen! Doch weder Frau Merkel, noch ein Herr Spahn wagen anzusprechen, was eigentlich Not tut: Ihre Unsicherheit. Im Gegenteil, sie suggerieren, sie hätten alles im Griff. Die Folge ist, Macht zu demonstrieren (s.o.). Ihre Pseudomacht schafft zumindest bei den Regierenden momentan das (gute) Gefühl, die Kontrolle zu haben. Ehrlich? Haben sie aber nicht.

Angst ist der schlechteste Motor für eine vernünftige Entscheidung. Angst sorgt dafür, dass nur noch Bestimmtes gesehen, wahrgenommen wird. Angst fokussiert. Alles darum verschwindet. Leider ist dieses in der Evolution des Menschen so sinnvolle Gefühl in der heutigen Welt wenig zielführend. Angst sorgt nämlich für Vermeidung. Vermeidung der Ursache der Angst. Und wie Sie schon richtig daraus hören, dreht es sich aktuell nur noch um Vermeidung. Dabei müsste thematisiert werden, dass als Folge der Vermeidung ein Schaden für die Gesellschaft entsteht. Dieser Diskurs gehört in die Parlamente und unter die Bürger des Landes. Dieser Schaden müsste mit dem Schaden, den wir um "alles in der Welt" vermeiden wollen, nämlich an Covid-19 zu erkranken, abgewogen werden. Im Augenblick wird dieser zweite Schaden (alle Todes- und Krankheitsfälle durch Covid-19, auch Long-Covid) als der größere betrachtet.

 

Nun wird es in Kürze mit der Impfung gegen SARS-CoV2 losgehen. Da zunächst nur begrenzt Impfstoff (mRNA Impfstoff von BioNTech) vorhanden sein wird, werden in einer Phase I A drei Personengruppen bevorzugt geimpft (unten aufgeführt).

Der Phase I A, die durch eine “gezielte, zentralisierte Verimpfung” gekennzeichnet ist, in der nur “wenig Impfstoff” und dieser nur in “Mehrdosenbehältnissen” verfügbar ist, teilweise “komplexe Lagerungsbedingungen” gefordert sind (z.B. unter – 60° C), soll eine Phase I B, die als “erweiterte, zentralisierte Verimpfung” mit “mehr Impfstoff” folgen. Diese Phase I B wird Monate, aber fließend nach der Phase I A beginnen. Schließlich soll in einer Phase II die Zentralisierung aufgehoben werden und eine “breite, dezentrale Routineimpfung”, die durch eine “großflächige Verfügbarkeit” des Impfstoffes, “geringe Herausforderungen bei Lagerung und Logistik” (z.B. Kühlung 2° C) und “Einzeldosenabfüllungen” folgen.

 Priorisierung in Phase I A:

1)die erste Personengruppe, die mit dem höchsten Sterberisiko (schätzungsweise 8,6 Millionen Menschen): zu dieser Gruppe der „sehr hohen Priorität“ zählen u.a. Personen ab 80 Jahre, Bewohner von Senioren/Altenheimen, Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen (Notaufnahme, Betreuung von Covid 19 Patienten, Onkologie, Transplantationsmedizin), Pflegepersonal und andere Tätige in der Altenpflege.

2)zu der zweiten Gruppe mit „hoher Priorität“ (etwa 12,2 Millionen Menschen) zählen u.a. Senioren im Alter zwischen 70 und 80 Jahren, Personal mit erhöhtem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen (Hausarztpraxen), Personen mit Demenz oder geistiger Behinderung, Tätige in der Versorgung von Personen mit Demenz. Personen mit Vorerkrankungen mit erhöhtem Risiko, Personen in Asylbewerber- und Obdachlosenunterkünften, enge Kontaktpersonen von Schwangeren.

3)zur dritten Gruppe zählen u.a. Personen zwischen 60 und 70 Jahren, Personen mit Vorerkrankungen mit moderaten Risiko und deren engste Kontaktpersonen, Lehrer und Erzieher und Personen mit prekären Arbeits-und/oder Lebensbedingungen, Personal in Schlüsselpositionen der Bundes- und Landesregierungen, Beschäftigte im Einzelhandel sowie den Berufen der kritischen Infrastruktur (Feuerwehr, Bundeswehr, Polizei etc.).

 Logistik:

 Im Augenblick gehen wir Ärzte davon aus, dass die zu impfenden Personen durch Medien und/oder per Post informiert werden. Dies kann aber nur Menschen betreffen, die in eine der unten aufgeführten Altersklassen passen. Hingegen dürften multimorbide Patienten, Patienten mit Risikofaktoren und Pflegebedürftige am ehesten aufgefordert werden, sich ein Attest über ihre Erkrankungen bzw. Pflegebedürftigkeit bei ihrem behandelnden Arzt zu besorgen, um die Notwendigkeit der Impfung zu belegen.

Aktuell: Zunächst werden keine Atteste vom Hausarzt verlangt, da entweder der Personalausweis als Nachweis des Alters oder der Arbeitgebernachweis die Zugehörigkeit zur ersten Personengruppe belegt!

Geimpft werden soll in “Zentren”, später (in Phase II) in den Praxen der niedergelassenen Ärzte.

Nach Einladung der zu impfenden Personen zu einem bestimmten Termin in eine zentrale Impfstelle ist folgender Ablauf geplant (Dauer insgesamt etwa 1 Stunde):

 

1)Anmeldung

2)notwendige Bürokratie und Untersuchung (?)

3)Impfung

4)30minütige Wartezeit unter ärztlicher Aufsicht

 Da es sich um eine “zweistufige Impfung” handelt, bekommt der zu Impfende 3 Wochen später den zweiten Termin zur Impfung.

 

 

Wie nun das Deutsche Ärzteblatt veröffentlichte, bekräftigt das Robert Koch Institut erneut, dass das Testen von Menschen ohne Beschwerden (also sogenannte "asymptomatische" Personen) nicht sinnvoll ist. Ich sage gar, dass das Testen asymptomatischer Personen nicht nur nicht sinnvoll erscheint, sondern absurd, da dies zu einem großen Schaden führt. Dies möchte ich im Folgenden erläutern. Wie Sie aus dem Anhang (Beispiele des RKI) erfahren werden, ist bereits die Vortestwahrscheinlichkeit für Menschen, die keinerlei Beschwerden haben grauenhaft schlecht. Aber nicht nur das. Sie verunsichern viele Personen mit der Aussage, dass sie infiziert sein, obwohl sie das nicht sind. Das ist der Schaden: seelisch (Verunsicherung, Angst, psychosomatische Beschwerden), sozial (Quarantäne) und wirtschaftlich (durch Arbeitsunfähigkeit). Allein jeder dieser Faktoren schafft für den Betroffenen "Tatsachen", die er nicht ignorieren kann.

So müssen Sie nach einem positiven Antigentest (mittels Blutuntersuchung) erstmal in Quarantäne:

->da Sie keine Beschwerden haben, können Sie...

a)vom Arzt nicht krank geschrieben werden,

b)müssen Sie mit Ihrem Arbeitgeber übereinkommen, ob er Ihren Lohn weiterzahlt, teilweise oder gar nicht.

Da der Antigentest nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine echte Infektion hat, folgt dann ein PCR Test (mittels Mund-Nase-Rachenabstrich).

->Auch hier gibt es nur eine bestimmte Wahrscheinlichkeit für eine echte Infektion. Auch dieses Ergebnis kann Sie verunsichern. Und viel schlimmer: Sie müssen warten. Warten auf das Ergebnis des PCR Test. Erst der "Schreck" durch einen positiven Antigen Test. Dann voller Sorge zum PCR Test und in der Zwischenzeit warten.

Wieviel Menschen, die eigentlich gesund sind, werden durch das Warten ob der Gewissheit, dass das Ergebnis zutrifft, krank. Deshalb ist der Schaden, den Politiker aus Anordnungen bewirken, wie z.B. das bloße Testen asymptomatischer Personen, unangemessen und unverhältnismäßig groß.

Wenn Sie also meinen, Sie müssten zu einem Arzt gehen, um sich "sicherheitshalber" testen zu lassen, allein aus Sorge vor Covid-19 oder Ihr Arbeitgeber ordnet das gar an, sollten Sie sich im vornherein über die möglichen Folgen eines falschen Testergebnisses im Klaren sein.

Das Testen bestimmter Personengruppen wie Reiserückkehrer oder Lehrer ist aus dem beschriebenen hochgradig schwachsinnig!

Wie Sie aus dem Anhang erkennen, werden bei einer geringen Wahrscheinlichkeit für eine Infektion mit SARS-CoV2 (5 Personen von 10.000) durch einen Schnelltest von 10.000 getesteten 200 Personen falsch positiv getestet"! Lesen Sie genau! Wenn Sie verstehen, was ich meine, dann sehen Sie den von der Politik immer wieder festgelegten Grenzwert: 5 von 10.000 entspricht 50 von 100.000! Klar? Die Zahl kommt Ihnen sicherlich bekannt vor. Der Grenzwert für Maßnahmen (wie den lockdown) steht nämlich dahinter. Der ändert sich. Mal sind es 35, mal sind es 200. Doch wir sind immer verdammt dicht an unserem Beispiel. Die Folge: es laufen (bzw. sind in Quarantäne) viele Menschen in unserem Land umher, die keine Infektion haben, der Test allerdings positiv ausfiel. Was meinen Sie? "Sicher ist sicher"? So, was meinen Sie denn, welcher Schaden durch die Maßnahmen zustande kommt? Denken Sie wirklich, dass die Regierenden abgewogen haben? Dann würde das heißen, dass diese den erheblichen wirtschaftlichen, sozialen und für viele seelischen Schaden in Kauf nehmen!

Corona Monitoring lokal: Repräsentative Zufallsstichprobe.

Fragestellung: Wieviel Menschen leiden aktuell an Covid-19 und wieviel Menschen bilden nach einer Covid-19 Erkrankung Antikörper aus.

Untersuchungsprogramm der Teilnehmer:

  • PCR Abstrich zum Nachweis einer akuten Infektion
  • Blutentnahme zum Nachweis von Antikörpern
  • Befragung

Studie: in 4 Gemeinden jeweils ca. 2000 Teilnehmer:

 a)Feilnbach bei Rosenheim: 2153 Erwachsene

Untersuchungszeitraum 23.Juni – 04.Juli 2020. Keine akute Infektion. 6% hatten Antikörper 130 Teilnehmer. Von den 130 Teilnehmern der Studie hatten 19 (14,5%) keine Beschwerden in der Vergangenheit, heißt, waren asymptomatisch geblieben, 111 (85,5%)111) hatten in der Vergangenheit Symptome wie Fieber, Kurzatmigkeit, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Lungenentzündung oder Verlust des Geschmacks/Geruchssinns.

Dunkelziffer: Durch die Studie wurden 2,6 mal mehr Infektionen nachgewiesen als bekannt.

Vor allem zeigte aber die Studie, dass 39,9% der früher durch einen PCR positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Personen keine Antikörper ausgebildet hatten. Dies entspricht 86 Personen. Damit waren 216 Personen früher einmal infiziert, was in etwa 10% der Teilnehmer entspricht.

 b)Kupferzell: 2203 Erwachsene

20.Mai – 09.Juni 2020. Keine akute Infektion. 7,7% hatten Antikörper, heißt 170 Teilnehmer. Von den 170 Teilnehmern der Studie hatten 29 (16,8%) keine Beschwerden in der Vergangenheit, 141 (83,2%) hatten Symptome (s.o.).

Dunkelziffer: Durch die Studie wurden 3,9 mal mehr Infektionen nachgewiesen als bekannt.

Vor allem zeigte die Studie, dass 28,2 % der Studieteilnehmer trotz nachgewiesenem positivem PCR keine Antikörper aufwiesen. Das entspricht 67 Personen. Es waren also 237 Menschen infiziert, was etwas mehr als 10% der Teilnehmer entspricht.

 

2 weitere Gemeinden stehen noch aus (darunter Straubing)

23.Dezember 2020: bezüglich der weiteren Gemeinden finden sich keine Angaben auf der website des RKI

 

Über die Sinnlosigkeit von Coronatests zur Eindämmung der Pandemie

Es hat sich in den Köpfen vieler Menschen bereits eingebrannt: die einzige Sicherheit, die wir vor der vermeintlichen Virusinfektion haben, ist der Test auf das Coronavirus. Vor der Infektion? Der Test schützt weder vor der Infektion noch schafft er Sicherheit. Er ist allenfalls ein Versuch, das Virus rechtzeitig nachzuweisen, um andere Menschen vor der Übertragung der Infektion zu bewahren. Wie sinnbefreit dieses Ziel jedoch ist, möchte ich im Folgenden erläutern:

Spätestens mit der ersten Studie durch den Virologen Prof. Streeck an ca. 900 Bewohnern von Gangelt (Kreis Heinsberg) wissen wir, dass es eine bedeutende Dunkelziffer (unerkannt Infizierte) von Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, gibt. Das ist eine Tatsache. Über die Menge der unerkannten Infizierten wird dabei noch gestritten. Dennoch ist klar, ob mit Test oder ohne Test, dass Infektionsgeschehen läuft „im Hintergrund“ weiter. In der Studie wurde von der fünffachen Menge der Menschen, die tatsächlich betroffen sind, gesprochen. Nun käme keiner auf die Idee, ohne Symptome sich testen zu lassen, denn was hätte das für ein Benefit für diesen Einzelnen. Doch? Aber nur deshalb, weil seit der Pandemie die Ansicht herrscht, der Test schütze uns. Diese Art der Wahrnehmung ist verzerrt und wird gern von Politik und Medien suggeriert. Dass viel mehr Menschen allerdings das Virus überwiegend ohne es zu wissen, weiterreichen, wird dabei vollkommen vergessen bzw. verdrängt. Ist es nicht eigenartig, dass lange Zeit eine stabile Situation bestand obwohl die vielen unerkannten Infizierten doch das Virus weitergaben? Warum stieg die Zahl der Coronakranken nicht nennenswert an? Denn alle unerkannten Infizierten sind ansteckend und geben das Virus weiter, woraufhin andere wieder infiziert sein dürften. Diese können dann Symptome entwickeln und hätten dann in der Statistik erscheinen müssen. Reichte es aus, der Bevölkerung zu suggerieren, die Situation sei unter den gegebenen Umständen stabil, dass die Achtsamkeit und damit die Tests nachließen? So geht menschliches Denken: besteht eine akute Krise, kann der Mensch relativ gut und adäquat darauf reagieren (Fight, flight or freeze). Bei einer längerfristigen Krise jedoch beginnen teilweise krankhafte Anpassungsprozesse, die je nach Mensch Verdrängung, Verleugnung, Bagatellisieren oder Rationalisieren bedeuten können. Heißt übersetzt: wir tun uns mit chronischen Problematiken (s. auch Klima, Flüchtlingspolitik) sehr schwer, eine „vernünftige“ Lösung zu finden. Und in so einer Situation befinden wir uns. Es gibt keine Sicherheit vor dem Virus, schon deswegen nicht, weil das Virus weder ausgerottet werden kann, noch jeder Infizierte Symptome entwickelt und damit erkannt wird. Und dann kommen die Politiker auf die Idee: Der Test, das ist die Lösung. Nein, ist er absolut nicht.

Denn:

1)es gibt wie bei allen Tests „falsch negative“ Ergebnisse, was bedeutet, dass sie eine Infektion haben können, diese aber durch den Test nicht erkannt wird. In der Folge wiegen sie sich in falscher Sicherheit und geben die Infektion weiter (https://www.msdmanuals.com/de/profi/spezielle-fachgebiete/klinische-entscheidungsfindung/verstehen-von-medizinischen-tests-und-testergebnissen).

2)umgekehrt: „falsch positives“ Testergebnis. Die Menschen wiegen sich auch hier in falscher Sicherheit, weil sie meinen, sie hätten bereits unerkannt eine Infektion überstanden. Hersteller der Antikörpertests verweisen auf die Sensitivität (die Wahrscheinlichkeit, eine Infektion auch als solche zu erkennen) des Tests hin, die eben nicht bei jedem Test bei 100% liegt: sie liegt zwischen 75-100%!

3)es hängt auch vom Untersucher ab, der die Abstriche durchführt, denn nicht jeder Abstrich wird korrekt durchgeführt (nicht tief genug im Rachen/Nasen - Rachenraum, nicht genügend Probenmaterial)

4)Der Abstrich kann nur für den Tag des Abstriches aussagen, dass kein Virus nachweisbar ist. Das kann einen Tag später anders aussehen (da sie zwischenzeitlich Kontakte zu Mitmenschen pflegen)

5)der Test heute kann negativ sein, was aber nicht bedeutet, dass er morgen dann plötzlich positiv sein könnte. Grund: die Beständigkeit eines Testergebnisses nimmt mit der Anzahl der Tests ab!

6)der Zeitpunkt, an dem der Test durchgeführt wird, kann zu früh oder auch zu spät für den Nachweis von Antikörpern sein. Wir wissen, dass in der frühen Phase der Infektion noch nicht ausreichend Antikörper (bei Antikörpertests) gebildet werden, sondern, dass diese erst 1-2 Wochen brauchen, bis sie nachweisbar sind. Wir wissen weiterhin, dass bei symptomlosen Infizierten die Antikörperbildung nach mehreren Wochen wieder abnimmt, weswegen Forscher meinen, dass symptomlose Infizierte eher keinen längerfristigen Immunschutz ausbilden.

7)wenn nicht ausreichend getestet wird, steigt die Wahrscheinlichkeit falsch positiver und negativer Testergebnisse, weil die Vortestwahrscheinlichkeit niedrig ist. Die Vortestwahrscheinlichkeit ist also von der Menge der Tests und der Sensitivität (s.o.) oder Spezifität (Gesunde auch als Gesunde identifiziert) abhängig. Beispiel: wenn ich 2 Darmspiegelungen durchführe und bei einem von beiden Darmkrebs feststelle, ist die Vortestwahrscheinlichkeit grauenhaft schlecht. Sie würde nämlich suggerieren, dass jeder zweite Darmkrebs hätte (https://www.bmj.com/content/369/bmj.m1808/infographic)

8)wer infiziert ist, kann krank werden, muss es aber nicht.

9)Menschen sind suggestibel. D.h., dass Menschen krank werden können, wenn sie erfahren, dass sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Es ist dann die Folge der ängstlichen Erwartung, die die Symptome hervorruft, nicht die Erkrankung.

10)wie bei allen Tests gibt es auch „Kreuzreaktionen“. Darunter ist zu verstehen, dass der Test auch bei nahen Verwandten des Virus positiv ausfallen kann (z.B. bei dem jährlichen Grippevirus). Kritiker behaupten, dass die Anzahl der tatsächlich mit dem Coronavirus infizierten Menschen deutlich niedriger liegen dürfte, als wir aktuell annehmen.

 

Zuletzt wissen Forscher schon lange, dass Tests ein relativ unbrauchbares Instrument sind, ein Infektionsgeschehen einzudämmen! Die besten Maßnahmen sind, Kranke zu isolieren und zu behandeln.