Ansgar Hantke

allgemeinmedizinisch-psychotherapeutische Praxis

Mit dem 01.Mai ist das TSVG (Terminservice – und Versorgungsgesetz) in Kraft getreten. Folgendes ist umzusetzen:

1)Die Sprechstundenzeiten der Ärzte sind (bei einem Vollversorgungsauftrag) von 20 auf 25 Stunden zu erhöhen. Dabei sind die Zeiten für Hausbesuche mitanzurechnen. Kommentar: ich wüsste keinen Kollegen in der Umgebung, der dies nicht schon seit langer Zeit tut. Konsequenz: es bleibt alles wie gehabt

2)Haus – und Kinderärzte werden neben den Fachärzten verpflichtet, offene Sprechstunden anzubieten. Die Kassenärztliche Vereinigung bittet die Hausärzte außerdem darum, dass diese einen freien Termin pro Monat der TSS (Termin Servicestelle) melden. Kommentar: freier Termin? Ein Witz! Auch bei den Kollegen sieht es kaum anders aus. Bezüglich der "offenen Sprechstunde" biete ich schon immer (wie auch die Kollegen) täglich (außer Freitag) eine Akutsprechstunde an. Konsequenz: es bleibt alles wie gehabt

3)Die Terminservicestelle (TSS) vermittelt ab sofort nicht nur Facharzttermine, sondern auch Hausarzt – und Kinderarzttermine. Deswegen ist die Meldung "freier Termine" durch die Hausärzte essentiell. Kommentar: ob die TSS überhaupt bezüglich eines freien Hausarztes in Anspruch genommen wird, ist sehr fraglich. Für die meisten Patienten ist es einfacher, gleich bei dem Arzt nachzufragen als von der TSS eventuell an einen Arzt – garantiert nicht ihrer Wahl – vermittelt zu werden

4)Die TSS ist ab sofort bundeseinheitlich über die Notdienstnummer (116117) 24 Stunden täglich an sieben Tagen pro Woche erreichbar. Kommentar: Schwachsinn! Das wird unheimlich teuer, gleichzeitig hoch ineffizient. Aber: wenn Sie mal nicht schlafen können, rufen Sie doch dort mal an und lassen sich einen Termin vermitteln. Dann schlafen die von der TSS nicht versehentlich ein. Schließlich ist das deren Arbeitszeit. Und dann haben die bitte schön auch zu arbeiten und nicht ... zu schnarchen :-)))

5)Die Terminservicestellen vermitteln ihnen Termine, die sie auch in Anspruch nehmen müssen. Dabei bedenken Sie eines: sie verzichten auf ihre freie Arztwahl. Und: sollten Sie den Termin nicht in Anspruch nehmen, haben Sie nur noch einmal eine Chance, einen Termin angeboten zu bekommen. Andernfalls sind Sie raus!

6)Da die Ärzte (also auch Hausärzte) ab sofort finanziell dafür belohnt werden, wenn Sie einen NEUEN Patienten (Definition: jeder Patient, der entweder noch nie bzw. vor mehr als zwei Jahren in der Praxis behandelt wurde) betreuen, können durchaus Termine für "langjährige" betreuungsintensive Patienten rar (da dann unattraktiv) werden.

7)In Akutfällen sollen Patienten auch während der Sprechstundenzeiten an Arztpraxen oder Notfallambulanzen oder auch an Krankenhäuser vermittelt werden. Kommentar: da soll nun eine Schreib – und Telefonkraft am Telefon wie eine Fachkraft in der Notfallambulanz beurteilen können, was "akut" ist. Ergebnis: die Patienten erscheinen vermehrt in Krankenhäusern, damit wiedermal: das wird teuer!

8)Hausärzte erhalten ab 1. August für die erfolgreiche (!) Vermittlung eines Patienten an einen Facharzt (Orthopäden, Kardiologen etc.) 10,- Euro. Kommentar: Schwachsinn! Ist das Wertschätzung? Und: Die Fachärzte "schützen" sich vor den vielen Terminanfragen mittlerweile dadurch, dass sie dem Hausarzt einen Fragebogen zuschicken, um dann zu entscheiden, ob sie einen Termin vergeben oder nicht. Konsequenz: die Anstrengung, die Bemühung um einen Termin wird NICHT honoriert und lohnt sich damit nicht.

9)Die Wartezeit auf eine psychotherapeutische Akutbehandlung darf maximal 2 Wochen betragen. Kommentar: Eine Akutbehandlung in der Psychotherapie ist allerdings erst möglich, wenn der Patient 50 min Psychotherapeutische Sprechstunde "abgeleistet" hat

Über den Tellerrand geschaut

Nicht das Virus ist unser Problem, unsere Sorge, unsere Not und Angst, sondern das, was wir daraus machen. Das Resultat, die Umstände, unter denen wir im Augenblick leben, haben wir selber geschaffen. Dabei spielt die Kommunikation eine bedeutende Rolle. Wir lesen und sprechen von „Krise“ und „Katastrophe“ (Flüchtlingskrise, Klimakatastrophe, Corona-Pandemie), um dem Ganzen eine wortgewaltige Macht zuzuschreiben. Wir, das sind die in der Politik und in den Medien, wir, das sind die Menschen, die Macher der Krise. Wir, das sind aber auch Menschen, die sich tagtäglich fragen, wie sie mit den selbst (ge- und) erschaffenen Umständen, oder besser Einschränkungen, die durch die Corona Pandemie so unvermeidbar zu sein scheinen, umgehen. Dabei ist das derzeitigen Verhalten unserer Gesellschaft analog zu einem seelisch kranken Menschen zu sehen und zu verstehen. Er kämpft gegen sein selbst ins Leben gerufenes Konstrukt. Er ist damit Täter und Opfer zugleich. Dabei meint er, es gebe nur eine von ihm vielleicht mal wirksame Methode, mit dem Problem fertig zu werden, die Vermeidung, die Flucht vor dem Virus. Ihm fehlt die Einsicht und das Verständnis, dass diese Strategie vielleicht nicht angemessen und durchaus überholt oder/und noch nie wirklich wirksam war. Unter dem gutgemeinten politischen Plan, die Bevölkerung vor Gefahren zu schützen, macht der Staat genau das, was den Menschen schadet: er schränkt das gemeinschaftliche Leben ein. Hinter dem Vorwand, ihm gehe es primär um den Schutz oder die Sicherheit jedes Einzelnen (denken sie mal darüber nach, ob nicht die Motivation des Staates eine ganz andere sein könnte: Kontrolle, Macht, Bevormundung) führt er Beschränkungen ein, die vor allem das soziale Leben der Gesellschaft betreffen, angeblich um den „Feind“ zu bekämpfen. Da das Virus – übrigens wie alle Viren – genau die „Schwäche“ des Menschen nutzt, nämlich dass dieser sozialen Kontakt, Austausch, Nähe usw. braucht oder besser nötig hat (im Wort steckt die „Not“, in die der Mensch ohne sozialen Kontakt gerät), muss die Strategie Schiffbruch landen. Immer, wenn wir die Einschränkungen zurückfahren, werden wir feststellen, dass das Virus wieder auf dem Vormarsch ist. Dabei ist es egal, welche Einschränkungen es betrifft, die wir zurückfahren (z.B. das Reisen, Mund-Nase-Schutz, Abstand). Das Virus wird dableiben, auch, wenn wir mal annehmen, dass wir die sozialen Kontakte auf Null zurückschrauben. Die Folge und gewiss die Sorge ist, dass es zu einem erneuten Lockdown käme. Er ist nun immer in ängstlicher Erwartung. Genau hier setzt das uns so bekannte Verhalten eines seelisch kranken Mensch an: er handelt eher im Sinne „mehr desselben.“ Wenn schon unser Mund-Nase-Schutz nicht auszureichen scheint, müssen weitere Maßnahmen/Einschränkungen umgesetzt werden. Dabei ist er überzeugt, dass dies die einzig sinnvolle Lösung ist. Er ist nicht in der Lage, „über den Tellerrand zu blicken.“ So muss auch eine zweite Welle folgen, weil er nun erwartet, dass die Einschränkungen (Abstand halten, Mund-Nase-Schutz) notwendig waren und weil er ganz selbstverständlich davon ausgeht, dass dieses Gesetz („wenn etwas mir mal geholfen hat, dann wird es mir immer helfen“) für immer fortbestehe. Dieser Irrsinn ist – nebenbei erwähnt – nicht nur beim Menschen, sondern auch bei den uns nahestehenden Säugetieren nachweisbar. Wir denken, dass Einschränkungen tatsächlich das Problem „Virus“ lösen. Dabei wurde bereits in der WHO ein Szenario dieser Art durchgespielt. Ergebnis: keine unserer jetzt getroffenen Maßnahmen sind auf Dauer geeignet, das Problem zu lösen.

Eine wesentliche Rolle spielt hier die selbsterfüllende Prophezeiung: dadurch, dass mehr Coronainfizierte unter den Reiserückkehrern erwartet (ängstliche Erwartung) werden, testen wir mehr. Wenn wir mehr testen, werden wir mehr Infizierte finden. Wenn wir mehr Infizierte identifizieren, interpretieren wir dies als Beginn einer „zweiten“ Welle und fühlen uns in unserer „Vorsicht“ bestätigt. Wir weiten die Tests aus, woraufhin die Anzahl der Infizierten steigt. Dies fördert die ängstliche Erwartung, die durch des Staates Maßnahmen (Sicherheit durch Einschränkungen) „beruhigt“ werden. Und schon sind wir im circulus vitiosus von der Notwendigkeit der Einschränkungen.

Ernährung und Krebsrisiko

Dass es einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebsrisiko gibt, ist nicht zu leugnen. Mittlerweile zeigen dies viele Studien. Dabei liegen in Europa ernährungsbedingte Krebsfälle etwa bei 20 Prozent.

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Versicherte haben ab dem 01. Oktober 2019 nur noch alle 3 Jahre Anspruch auf eine Gesundheitsuntersuchungen (auch Check-up genannt). So die Entscheidung des G-BA (Gemeinsamer Bundesauschuss von Vertretern der Krankenkassen (GKV) und der Ärzte (Kassenärztliche Vereinigung - KBV)) vom März diesen Jahres. Nach enormen Protesten durch die Ärzte fand sich eine Übergangsregelung bis Ende September.

Nun ist es soweit: bitte beachten Sie: wenn Sie zuletzt 2017 einen Check-up in Anspruch genommen haben, dann dürfen Sie erst 2020 wieder eine Gesundheitsuntersuchung erhalten. Wenn Sie gar in 2018 gescheckt wurden, können Sie erst 2021 wieder in den Genuss kommen, eine große körperliche Untersuchungen durchführen zu lassen. 

Davon unabhängig ist das Hautkrebsscreening durch den Hausarzt (weiterhin alle 2 Jahre) sowie die Männervorsorge (jährlich).

Hintergrund:

Die Diskussion um das Für und Wider besteht schon so lange wie es Gesundheitsuntersuchungen im Sinne von Check-up`s gibt.

Die Befürworter sprechen von einem Qualitätskriterium, dass jedem gesetzlich Versicherten zur Verfügung gestellt werden sollte. Deswegen bieten seit Jahren auch große Unternehmen

(z.B. VW, Siemens) ihren Angestellten (teilweise noch umfangreicher als die Gesundheitsuntersuchung der gesetzlichen Krankenkassen) erfolgreich Check-up`s an. Erfolgreich deswegen, weil die Angestellten sich umsorgt und zudem (Vorteil des Unternehmens) sich verstärkt an das Unternehmen gebunden fühlen.

Die Kritiker weisen hingegen daraufhin, dass durch die Gesundheitsuntersuchungen nicht mehr schwerkranke Patienten identifiziert werden als ohne. UND, im Gegenteil, dass gar die regelmäßigen Gesundheitsuntersuchungen zu einer vermehrten Feststellung von unwesentlichen Nebenbefunden (sogenannte Überdiagnostik) führen. Die Folgen sind Verunsicherung des Patienten, unnötige Untersuchungen zur Klärung der Befunde (z.B. MRT, CT, Sonographie, Herzkatheter etc.) und damit ein Anstieg der Kosten. Die Kritiker sehen also in häufigen Untersuchungen die Gefahr des Schadens für den Patienten.

Die Diskussion spannte sich also in den letzten Jahren von der Überlegung, den Check-up nur noch für Risikopatienten anzubieten (erhöhtes Herz-Kreislaufrisiko oder Krebserkrankungen in der Familie) bis dahin, die Frist der Folge – Gesundheitsuntersuchung zu verlängern. Also so, wie es nun beschlossen wurde.

 

 

Dass zuviel Antibiotika eingesetzt werden, ist wissenschaftlich gut belegt und kann ich als Hausarzt gut bestätigen. Nun werden restriktive Maßnahmen (auch vom Gesundheitsministerium) angedroht, beseitigen wird es das Denken der Ärzte in Bezug auf Sinn oder Unsinn des Einsatzes NICHT!

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Eine Patientenverfügung ist eine Vorausverfügung für eine Zeit, in der Sie nicht (mehr) einwilligungsfähig sind.

In der heutigen hoch technisierten Medizin stellt sich für viele nämlich die Frage, ob für sie in bestimmten Situationen alles medizinisch Mögliche getan werden soll oder nicht. Der Gesetzgeber hat deshalb die Möglichkeit geschaffen, unter bestimmten Voraussetzungen medizinische Maßnahmen einzuschränken, um das Leiden zu beenden und das Sterben zu erleichtern. 2009 schaffte er die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die dem Verfügenden bei Einwilligungsunfähigkeit das Recht geben, den Mediziner für die zukünftige Behandlung anzuweisen. Diese Handlungsanweisung, die letztendlich die Patientenverfügung darstellt, ist allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen für den Arzt bindend.

In meinem erst kürzlich (25.03.19) gehaltenen Vortrag in der St. Raphael Gemeinde in Wolfsburg habe ich die elementaren Voraussetzungen wie folgt dargestellt:

Ich unterscheide zwischen Umgebungsfaktoren und inhaltliche Faktoren bei der Patientenverfügung.

Umgebungsfaktoren:

  1. zu jeder Patientenverfügung gehört eine Vorsorgevollmacht. In dieser sollten die Personen benannt werden, die für die Umsetzung des Inhaltes der Patientenverfügung Sorge tragen wollen. Sie sollten konkret danach befragt werden, denn es geht hier nicht nur um das Einstehen für den Patientenwillen, sondern auch um das Zutrauen, dies durchaus gegen Widerstände (eventuell auch gegen eigene!) durchzusetzen.

    Sie sollten außerdem sich darüber bewusst sein, dass der Bevollmächtigte in besagter Situation nicht zur Verfügung steht (da er sich im Urlaub befindet, nicht erreichbar ist etc.). Es ist deshalb wichtig, mehr als eine Person in der Vorsorgevollmacht zu benennen, und unter welchen Bedingungen welche Person zum Einsatz kommt (z.B., wenn Bevollmächtigter A nicht erreichbar ist, wird Bevollmächtigter B berufen).

  2. der Verfügende sollte stets einen Hinweis auf die Patientenverfügung mit sich tragen. Denn die beste Patientenverfügung hilft nichts, wenn keiner weiß, dass eine existiert. Dies kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass er in seinem Portmonee oder in seiner Brieftasche ein Kärtchen mit dem Hinweis mit sich führt, dass eine Patientenverfügung existiert und wo sie sich befindet.

Inhaltliche Faktoren:

  1. eine der zentralen Voraussetzungen für die Wirksamkeit einer Patientenverfügung stellt die Aufführung von exemplarischen Situationen dar, für die diese gelten soll.

    Folgende 4 Situationen sollte Ihre Patientenverfügung beinhalten:

    A)... Wenn ich mich aller Wahrscheinlichkeit unabwendbar unmittelbar im Sterbeprozess befinde... Kommentar: diese Situation stellt am ehesten einen „ganz normalen Tod“ dar, d.h. bei Menschen, die an keiner schweren Erkrankung leiden. Ich nenne diese Situation

    „in Todesnähe“

    B)... Wenn ich mich im Endstadium einer unheilbaren, tödlich verlaufenden Krankheit befinde, selbst wenn der Todeszeitpunkt noch nicht absehbar ist... Kommentar: diese Situation stellt am ehesten das Endstadium einer Krebserkrankung dar. Ich nenne diese Situation „bei unheilbarer Krankheit“

    C)... Wenn infolge einer Schädigung meine Fähigkeit, Einsichten zu gewinnen, Entscheidungen zu treffen mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, nach Einschätzung zweier erfahrener Ärztinnen der Ärzte aller Wahrscheinlichkeit nach unwiederbringlich erloschen ist, selbst wenn der Todeszeitpunkt noch nicht absehbar ist. Dies gilt für direkte Gehirnschädigung zum Beispiel durch Unfall, Schlaganfall oder Entzündung ebenso wie für indirekte Schädigung zum Beispiel nach Wiederbelebung, Schock oder Lungenversagen. Es ist mir bewusst, dass in solchen Situationen die Fähigkeit zu Empfindung erhalten sein kann und dass ein Aufwachen aus diesem Zustand nicht ganz sicher auszuschließen, aber unwahrscheinlich ist... Kommentar: diese Situation bezieht sich vor allen Dingen-wie bereits in dem Text erwähnt-auf die häufigsten Erkrankungen und dessen Komplikationen, nämlich den Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Folgen: Zustand nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder auch Wiederbelebung. Ich nenne die Situation „bei Folgen von Herz-Kreislauf-Versagen“

    D)... Wenn ich infolge eines weit fortgeschrittenen Hirnabbauprozesses (zum Beispiel bei Demenz) auch mit ausdauernder Hilfestellung nicht mehr in der Lage bin, Nahrung und Flüssigkeit auf natürliche Weise zu mir zu nehmen... Kommentar: diese Situation bezieht sich auf alle Prozesse, die mit einem Hirnabbau einhergehen (zum Beispiel Demenz, Parkinson) ich nenne die Situation „bei Hirnabbauprozess“

  2. eine weitere Voraussetzung stellt spätestens mit Urteil des BGH 2016 die Konkretisierung „lebenserhaltender Maßnahmen“ dar: es reicht nicht mehr aus, zu beschreiben, dass „lebenserhaltenden Maßnahmen zu beenden sind“. Hier muss unter anderem stehen, ob eine künstliche Beatmung, künstliche Ernährung, künstliche Flüssigkeitszufuhr weitergeführt oder beendet werden soll, ob Antibiotika, eine Dialyse oder die Gabe von Blut oder Blutbestandteilen gegeben werden soll/en. Auch sollten sie hier erwähnen, ob sie eine Wiederbelebung wünschen. In den meisten Patientenverfügungen (Bundesjustizministerium, Bundesärztekammer, Stiftung Warentest, etc.) folgt außerdem der Hinweis, dass eine Schmerz-und Symptombehandlung gewünscht wird. Da diese ärztliche Pflicht ist, braucht er nicht extra aufgeführt zu werden.

  3. Als wichtigste Voraussetzung für die Wirksamkeit einer Patientenverfügung gilt mittlerweile diese Abschluss Formulierung:

    A) ich habe die Patientenverfügung in eigener Verantwortung und ohne äußeren Druck erstellt

    B) ich bin mir des Inhalts und der Konsequenzen meiner darin getroffenen Entscheidungen bewusst

    C) ich bin im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte

    Kommentar: nicht selten wird die Wirksamkeit einer Patientenverfügung dahingehend untersucht, ob der Patient zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Patientenverfügung wirklich einwilligungsfähig war!