Ansgar Hantke

allgemeinmedizinisch-psychotherapeutische Praxis

Die Chirotherapie ist eine Form der Behandlung im Rahmen der Manuellen Therapie. Der Begriff stammt von manus = die Hand ab, was bedeutet, dass die Hände des Therapeuten die Untersuchung/Behandlung übernehmen. Ursprünglich von Schäfern und den sog. "bonesetters" (England) durchgeführt,

die durch das Land zogen und Tieren wie Bürgern mit akuten Schmerzen an der Wirbelsäule und den Gelenken behandelten, fand etwa Mitte des letzten Jahrhunderts in Deutschland durch Karl Sell die Chirotherapie als Behandlungsform von Funktionsstörungen der Gelenke den Weg in die Medizin.

Die Therapie zielt auf die Untersuchung und Behandlung der sogenannten "segmentalen Funktionseinschränkung" (die sogenannte "Blockierung") an Gelenken der Wirbelsäule wie auch den peripheren Gelenken (z.B. Ellenbogen, Hand). Da nicht alle Schmerzen durch eine segmentale Funktionsstörung bedingt sind, gilt es für mich als Chirotherapeut zunächst zu klären, ob bei Ihnen eine solche vorliegt und ich muss sorgfältig ausschließen, dass nicht andere Krankheitsprozesse Grundlage dieser Störung sind. Deswegen führe ich als Chirotherapeut eine sogenannte 3 Schritt Diagnostik bei Ihnen durch.

  • Schritt 1: Palpatorische Analyse der segmentalen Bewegungsstörung (d.h., mit den Fingern ertasten, welches Gelenk sich nicht ordnungsgemäß bewegt)
  • Schritt 2: Auffinden des "Irritationspunktes" im Sinne der Verspannung der tiefen Muskulatur als Schmerzreaktion auf die Funktionsstörung.
  • Schritt 3: Feststellung der sog. "freien Bewegungsrichtung", in der der Schmerz abnimmt und damit die Grundlage der manipulativen Therapie festlegt.

Die Chirotherapie ist eine Manuelle Therapie "mit schnellem Impuls", was landläufig als "Einrenken" bezeichnet wird. Da diese Methode nicht ganz unproblematisch sein kann, obliegt sie nur Ärzten mit dieser Zusatzbezeichnung sowie Heilpraktikern mit entsprechender Ausbildung. Es ist leider die einzige Form der Manuellen Therapie, die die Krankenkassen den Ärzten bisher vergütet. Erfreulicherweise übernimmt neuerdings die Techniker Krankenkasse eine weitere Form der manuellen Therapie, die Osteopathie. Diese Methode arbeitet vor allen mit Lagerungstechniken und ohne schnellem Impuls.