Ansgar Hantke

allgemeinmedizinisch-psychotherapeutische Praxis

Die Leistungen der Krankenkassen sind begrenzt. Auch sind sie nicht unbedingt dem neuesten Stand der Wissenschaft angepasst. Zwar sind mittlerweile (seit dem 2.Quartal 2019) neben dem Gesamtcholesterins auch das LDL Cholesterin und HDL Cholesterin Kassenleistungen. Allerdings fehlen essentielle Faktoren wie Nieren- und Leberfunktion sowie die Abklärung von entzündlichen Prozessen, um eine Aussage über den Gesamtzustand zu machen.

Die Bestimmung des Nüchternzuckerwertes (Kassenleistung) allein ist nicht immer ausreichend, weil gerade zu Beginn der Entwicklung eines Diabetes der Nüchternwert noch unauffällig sein kann. Der Langzeitzuckerwert (HbA1c) gibt hingegen zusätzlich Hinweise auf den Zustand des Zuckerstoffwechsels der letzten 120 Tage.

Sinnvoll ist des weiteren eine Bestimmung des Nierenwertes (Kreatinin) und der Durchflussrate (GFR), um frühzeitig eine Niereninsuffizienz zu erkennen.

Auch ist die Bestimmung von Leberenzymen (GGT, AP) sinnvoll, um eine Aussage über den Zustand der Leber und der Gallengänge treffen zu können. Vor allem bei bestimmter Ernährungsweise (Alkohol, fettreiche Ernährung) können diese erhöht sein.

Das Blutbild mit Bestimmung des Hämoglobinwertes (Hb) und der Anzahl der roten Blutkörperchen gibt Aufschluss über eine Blutarmut oder Bluterkrankung. Die Bestimmung der weißen Blutkörperchen und deren Differenzierung kann eine Aussage über eine Entzündung im Körper und deren Art geben. Schließlich sind eine Reduzierung der Blutplättchen (Thrombozyten) ein möglicher Grund für eine schlechte Blutgerinnung. Sie kann aber auch ihre Ursache in der Blutgerinnungskaskade aus verschiedensten Gerinnungsfaktoren des Körpers haben, die wir am besten durch die Untersuchung des Quick Wertes (oder heute INR) und der PTT erfassen.

Sollte in der Familien- oder in ihrer Krankheitsgeschichte eine Schilddrüsenerkrankung bekannt sein, ist die Bestimmung des TSH (Thyreoidea Stimulierendes Hormon) zum Ausschluss einer relevanten Funktionsstörung sinnvoll.

Schließlich sollten Entzündungswerte wie das CRP und die BSG (Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit) nicht fehlen, denn sie geben Aufschluss über möglicherweise bestehende schwerwiegendere Erkrankungen.

Für die Männer unter ihnen verweise ich bei entsprechender Risikokonstellation auf die Untersuchung des PSA hin. Dieser Wert kann bei gutartigen wie auch bösartigen Veränderungen der Prostata erhöht sein. Dies zu differenzieren, ist unter anderem Aufgabe der digitalen rektalen Untersuchung sowie der Sonographie der Prostata. Letztere kann ich Ihnen -wie oben bereits beschrieben- auf Wunsch sowie bei entsprechendem Risiko als zusätzliche individuelle Leistung anbieten. 

Ihre Gesundheit liegt mir am Herzen, deshalb empfehle ich Ihnen insbesondere im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen eine erweiterte Blutuntersuchung. Sie ermöglicht, Auffälligkeiten zu erfassen, die sonst unerkannt bleiben würden. Sprechen Sie mich an.

 

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