Ansgar Hantke

allgemeinmedizinisch-psychotherapeutische Praxis

Als Psychotherapeut werde ich häufiger gefragt, ob ich nicht auch "coache", doch Psychotherapie ist KEIN "coaching"!

In den letzten Jahren entwickelt sich zunehmend in bestimmten Berufssparten ein Bedürfnis, sich selbst "zu optimieren". Entweder aus eigenen Erwägungen heraus oder auf Anlass des Chefs oder des Vorgesetzten. Menschen unterschiedlicher Fachrichtungen (Sozialpädagogen, Psychologen, Sozialarbeiter etc.) bieten sich als "Coach" (Trainer) an. Auch auf mich kommen Leute zu, ob ich sie nicht "coachen" könnte.

Als Psychotherapeut habe ich ein besonderes Selbstverständnis, und das ist -wie sie unter meiner "Praxisphilosophie" lesen können- ressourcenorientiert. Es widerspricht deswegen vollkommen dem Bild des "coaching", das leistungsorientiert gestaltet wird.

Ressourcenorientiert bedeutet, dass Sie die Ihnen vorhandenen Ressourcen unter bestimmten Bedingungen für sich nutzbar machen können. Z.B. Kann ein zufriedenes Eheleben Belastungen im beruflichen Alltag kompensieren oder eine befriedigende Tätigkeit am Arbeitsplatz die familiären Querelen mildern. Für Eltern kann die Entwicklung eines Kindes, für einen anderen der Glaube, für einen weiteren eine Sportart eine lebenswichtige Ressource sein: Aber was, wie und wofür eingesetzt werden kann und wie gut Sie selbst in der Lage sind, die Ressourcen für sich zu verwenden, ist von Ihnen abhängig. Ich als Psychotherapeut sorge für und erarbeite mit Ihnen "nur" den Zugang zu diesen.

Natürlich KANN auch aus einer Psychotherapie eine erhöhte Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit resultieren. Diese ist aber eher ungerichtet, und nicht -wie beim coaching- primär beruflich zielgerichtet.

Des weiteren kann Leistungsfähigkeit auch eine Ressource sein, aber sie ist nicht unbegrenzt, entgegen der derzeit herrschenden gesellschaftlichen Ansicht! Und jeder hat ein unterschiedliches Potential davon. Heißt übersetzt: nicht jeder "Arsch" passt auf einen Managersessel!

Wer keine Rolle spielt: Sie als Privatmensch müssen ausgeklammert werden. Und das passt nicht, denn beides gehört zusammen: der berufliche und der private Anteil, schließlich sind Sie EIN Mensch. Also geht es hier denn eher um die Entwicklung einer Illusion, denn um eine realistische Einschätzung.

Haben Sie Rückfragen? Sprechen Sie mich an!

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